Seit Putschversuch

Innenminister: 47.000 Gülen-Verdächtige in der Türkei in U-Haft

Istanbul - Seit dem Putschversuch in der Türkei im vergangenen Juli sind wegen angeblicher Verbindungen zur Gülen-Bewegung mehrere zehntausend Menschen festgenommen worden.

47 155 dieser Verdächtigen säßen in Untersuchungshaft, sagte Innenminister Süleyman Soylu nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu vom Sonntagabend in der Schwarzmeerstadt Trabzon. Der Rest sei meist unter Auflagen freigelassen worden. Unter den Verdächtigen in Untersuchungshaft seien auch 2575 Richter und Staatsanwälte sowie 168 Generäle.

Die Regierung macht die Bewegung des in den USA lebenden sunnitischen Predigers Fethullah Gülen für den Putschversuch verantwortlich. Vertreter westlicher Staaten zeigten sich zuletzt nicht überzeugt davon.

„Die Türkei hat auf den verschiedensten Ebenen versucht, uns davon zu überzeugen. Das ist ihr aber bislang nicht gelungen“, sagte etwa der Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND), Bruno Kahl, im vergangenen Monat dem „Spiegel“. Der Auswärtige Ausschuss des britischen Parlaments monierte, es sei „nicht durch öffentlich zugängliche Nachweise belegt“, dass Gülen-Anhänger die alleinigen Urheber gewesen seien.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kampf gegen IS: Bundeswehr setzt Ausbildung der Peschmerga im Nordirak fort
Die Bundeswehr hat die Ausbildung kurdischer Peschmerga-Kämpfer im Nordirak am Sonntag nach gut einwöchiger Unterbrechung wieder aufgenommen.
Kampf gegen IS: Bundeswehr setzt Ausbildung der Peschmerga im Nordirak fort
"Gegen Hass und Rassismus im Bundestag": Demo in Berlin
Das Ziel der Veranstalter schien äußerst ehrgeizig, dann aber übertrifft die Beteiligung an ihrer Demonstration sogar ihre Erwartungen. Der Einzug der AfD in den …
"Gegen Hass und Rassismus im Bundestag": Demo in Berlin
Trump hat keine Einwände gegen deutsche Geschäfte mit dem Iran
Trotz seines Konfrontationskurses in der Iran-Politik hat US-Präsident Donald Trump keine Einwände gegen die wachsenden Iran-Geschäfte der deutschen Wirtschaft.
Trump hat keine Einwände gegen deutsche Geschäfte mit dem Iran
Tausende demonstrieren nach Journalisten-Mord auf Malta
Malta ist vielen nur als schöne Urlaubsinsel bekannt. Ein Journalisten-Mord rüttelt die Gesellschaft nun auf. Denn Korruption und mafiöse Geschäfte rücken das EU-Land …
Tausende demonstrieren nach Journalisten-Mord auf Malta

Kommentare