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Joachim Herrmannhält die Bedrohungslage in Deutschland für ernst.

Innenminister

Herrmann: Deutschland im Fadenkreuz des Terrorismus

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München – Drei Wochen nach den Anschlägen von Paris sieht Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hierzulande nach wie vor eine „erhöhte Anschlagsgefahr“. Die Bedrohungslage sei ernst.

„Deutschland steht unverändert stark im Fadenkreuz des Terrorismus“, sagte Herrmann gestern vor dem Innenausschuss im Landtag. Allerdings betonte Herrmann, dass es „keine konkreten Gefährdungserkenntnisse“ gibt. Die Behörden hätten momentan dennoch ein besonderes Augenmerk auf „Veranstaltungen mit größerem Publikum“, wie beispielsweise Weihnachtsmärkte.

Zudem bezeichnete es Herrmann als gesichert, dass zwei der Terroristen, die sich vor dem Stade de France in Paris in die Luft gesprengt haben, zuvor auf der griechischen Insel Leros als syrische Flüchtlinge registriert worden sind. Dass sie sich auf dem Weg nach Paris – der häufigst gewählten Flüchtlingsroute folgend – später auch in Bayern aufgehalten haben, sei trotz hoher Wahrscheinlichkeit nicht nachgewiesen.

Genau darin sieht Herrmann eine Gefahr. „Die Probleme, dass Menschen unregistriert unterwegs sind, die haben wir.“ In der vergangenen Woche kursierte eine Falschmeldung, einer der Pariser Täter sei in Bayern als Flüchtling registriert worden. In Anspielung auf die dem Fehler offenbar zugrundeliegende Verwechslung sagte Herrmann. „Da wird einer heute in Feldkirchen registriert und eine Woche später ist er in Frankreich – ohne dass er sich irgendwie abgemeldet hat.“

Man dürfe aber keinesfalls Flüchtlinge unter Generalverdacht stellen. „Es geht nicht darum, ob ein Flüchtling zum Terroristen geworden ist, sondern darum, ob Terroristen sich die Flüchtlingsströme zunutze gemacht haben.“

Über die allgemeine Zahl möglicher Terroristen in Deutschland sagte Herrmann: „Die Zahl der Gefährder ist in Frankreich deutlich höher.“ Der Minister sprach von fünf- bis zehnmal so vielen im Nachbarland.

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