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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann wird bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts gefilmt. 

Verfassungsschutzbericht vorgestellt

Herrmann: Rund 180 gewaltorientierte Salafisten in Bayern

Rund ein Viertel der 730 Salafisten in Bayern sind nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden gewaltorientiert. Dies geht aus dem Verfassungsschutzbericht 2017 hervor.

München - Innenminister Joachim Herrmann (CSU) stellte den Bericht am Donnerstag in München vor. „Der Salafismus ist weiterhin eine der dynamischsten und am schnellsten wachsende islamistische Strömung in unserem Land“, sagte der CSU-Politiker. Bundesweit umfasse die Szene rund 11.000 Personen.

Doch nicht nur die Gefährdung durch islamistische Terroristen sei hoch, betonte Herrmann. In allen Bereichen - also auch durch Links- und Rechtsextreme - gebe es eine „besorgniserregende Entwicklung mit einer nach wie vor hohen Gewaltbereitschaft“. Die größte Bedrohung in Deutschland gehe vom islamistischen Terrorismus aus. Sogenannte „Low-profile“-Attentate, etwa mit Messern oder Fahrzeugen, sollten in der Gesellschaft Angst und Schrecken verbreiten.

Laut Herrmann sind bundesweit rund 970 Islamisten aus Deutschland ausgereist. Ende 2017 lagen in Bayern Erkenntnisse über 70 Islamisten vor, die nach Syrien oder in den Irak ausgereist waren. 26 der Ausgereisten sind den Angaben nach inzwischen wieder nach Deutschland zurückgekehrt, 21 davon nach Bayern.

Lesen Sie auch: Deutsche Salafisten-Szene wächst rasant - welche Regionen besonders gefährdet sind

dpa

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