Innenminister Herrmann

Absage an linksextreme Gewalt gegen Neonazis

München - Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat gewalttätige Ausschreitungen einzelner Linksextremisten bei einer Anti-Nazi-Demo am Wochenende in Fürth scharf verurteilt.

„Ich begrüße jedes demokratische Engagement gegen Neonazis. Wer aber Steine wirft und Menschen verletzt, ist ein Straftäter. Er stellt sich selbst ins Abseits und handelt genauso verwerflich wie die Neonazis selbst“, sagte der Minister am Montag laut Mitteilung. Für Gewaltausbrüche, die sich auch gegen Polizeibeamte richteten, fehle ihm jegliches Verständnis.

Bei einer Neonazi-Kundgebung wurden am Samstagabend drei Polizisten verletzt, darunter der Fürther Polizeichef Peter Mössing. Er hatte als Einsatzleiter versucht, mit einem Vertreter der Gegendemonstranten Kontakt aufzunehmen. Dabei traf ihn eine Gehwegplatte. Sie wurde nach Herrmanns Angaben von einem Unbekannten aus der linksextremistischen Szene geworfen. Zwei weitere Polizisten wurden leicht verletzt, als sie versuchten, Neonazis und Gegendemonstranten auseinanderzuhalten.

dpa

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