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Innenminister Herrmann:  „Waffen und Munition haben in den Händen von „Reichsbürgern“ nichts zu suchen“

Innenminister nennt Zahl

Herrmann: Mehr als 3250 „Reichsbürger“ in Bayern

Bei einigen „Reichsbürgern“ sieht der Verfassungsschutz eine „erhebliche Gewaltbereitschaft“. Allein in Bayern gibt es nach laut Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mehr als 3250 „Reichsbürger“.

München -  In Bayern gibt es nach Angaben von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mehr als 3250 sogenannte Reichsbürger. Nur noch wenige von ihnen besäßen jedoch noch erlaubnispflichtige Waffen, teilte das Innenministerium am Mittwoch mit. Seit den tödlichen Schüssen eines „Reichsbürgers“ auf einen Polizisten im Oktober 2016 in Georgensgmünd wird die Szene verstärkt vom Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet.

„Waffen haben in den Händen von „Reichsbürgern nichts zu suchen“

247 „Reichsbürger“ hätten eine waffenrechtliche Erlaubnis gehabt - gegen alle seien Widerrufsverfahren eingeleitet worden. In 162 Fällen wurde die Erlaubnis bereits widerrufen. Insgesamt wurden durch Widerruf oder freiwilligen Verzicht bislang 547 Waffen abgegeben. „Waffen und Munition haben in den Händen von „Reichsbürgern“ nichts zu suchen“, sagte Herrmann.

Deutschlandweit geht der Verfassungsschutz von etwa 15.000 „Reichsbürgern“ aus, darunter 900 Rechtsextremisten. Bei einigen von ihnen sieht er eine „erhebliche Gewaltbereitschaft“. Etwa 1000 Reichsbürger verfügen demnach über einen Waffenschein.

„Reichsbürger“ erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an. Sie sprechen dem Grundgesetz, Behörden und Gerichten die Legitimität ab und akzeptieren keine amtlichen Bescheide.

dpa

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