Friedrich: Große Herausforderungen

Zahl der Asylanträge bis Juni fast verdoppelt

Berlin - Im ersten Halbjahr 2013 haben rund 43 000 Menschen in Deutschland Asyl beantragt. Das sind knapp 20 000 oder 86,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Dies teilte das Bundesinnenministerium am Montag in Berlin mit.

Die Hauptherkunftsländer von Januar bis Juni 2013 waren Russland mit knapp 10 000, Syrien mit rund 4500 und Afghanistan mit knapp 3500 Personen. An vierter Stelle steht Serbien mit rund 2700 Antragstellern.

Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) erklärte: „Mehr Asylzugänge als im ersten Halbjahr 2013 hatte Deutschland zuletzt in den ersten sechs Monaten des Jahres 1999.“ Auch ein wirtschaftlich starkes Land wie die Bundesrepublik werde dadurch vor erhebliche Herausforderungen gestellt.

Friedrich nannte drei wesentliche Ziele seiner Asylpolitik. Alle, die tatsächlich schutzbedürftig seien, müssten Schutz bekommen. Aber der Aufenthalt jener, die aus „missbräuchlichen oder asylfremden Gründen zu uns kommen“, müsse schnell beendet werden. Und sei ein anderer EU-Mitgliedstaat zuständig, müsse „zügig an diesen Mitgliedstaat überstellt werden“.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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