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Arbeit mit einer Computertastatur. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Symbolbild

Medienbericht

Innenministerium plant "Abwehrzentrum" gegen Fake News

Berlin (dpa) - Das Bundesinnenministerium will der Verbreitung von Falschnachrichten einem Medienbericht zufolge mit einem "Abwehrzentrum gegen Desinformation" begegnen.

"Da der Schwerpunkt bei der Öffentlichkeitsarbeit liegt, sollte die Federführung für diese zu schaffende Bündelungseinheit beim Bundeskanzleramt (Bundespresseamt) angesiedelt werden", zitierte "Der Spiegel" aus einem "aktuellen Vermerk" von Beamten von Minister Thomas de Maizière (CDU), der dem Nachrichtenmagazin vorlag.

"Mit Blick auf die Bundestagswahl sollte sehr schnell gehandelt werden." Ein Ministeriumssprecher teilte mit, er kommentiere vermeintliche oder tatsächliche Überlegungen, die selbst nach Medienberichten rein internen Charakter haben sollen, grundsätzlich nicht.

Als besonders anfällige Bevölkerungsgruppen hebt das Papier demnach Russlanddeutsche sowie türkischstämmige Menschen hervor, bei denen eine "Intensivierung der politischen Bildungsarbeit" erfolgen solle. Den Parteien werde nahegelegt, sich noch vor den nächsten Landtagswahlen auf Grundregeln des Wahlkampfes zu einigen - ohne den Einsatz von Social Bots, die massenhaft Einträge bei Diensten wie Twitter oder Facebook automatisch generieren, oder Fake News (gefälschte Nachrichten).

"Das riecht nach Zensur", sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), Frank Überall, zu dem Bericht. Eine Behörde dürfe nicht darüber entscheiden, was wahr oder unwahr sei.

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