+
Dem Übergangskabinett von Ministerpräsident Ahmet Davutoglu gehören hauptsächlich AKP-Politiker an. Foto: Stringer

Interimsregierung in der Türkei

Istanbul (dpa) - Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hat nach gescheiterten Koalitionsverhandlungen ein Übergangskabinett vorgestellt. Dem Gremium gehören 26 Mitglieder an, wie die Nachrichtenagentur Anadolu am Freitagabend meldete.

Am 1. November wird in der Türkei ein neues Parlament gewählt - nur fünf Monate nach der letzten Abstimmung Anfang Juni. Dabei hatte die islamisch-konservative Regierungspartei AKP ihre absolute Mehrheit verloren. Dafür war die pro-kurdische HDP ins Parlament eingezogen.

Dem Übergangskabinett gehören hauptsächlich AKP-Politiker an. Zwei Ministerposten gingen den Angaben zufolge an die HDP, darunter das für die EU zuständige Ressort, ein Posten ging an die rechtsnationale MHP. Das Außenministerium übernimmt der Karrierediplomat Feridun Sinirlioglu.

Nach jüngsten Umfragen könnte die AKP im November ein ähnliches Ergebnis wie im Juni erzielen und die absolute Mehrheit erneut verfehlen. Ein AKP-Parteitag ist für den 12. September vorgesehen.

Anadolu report

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Republikaner vor erneuter Niederlage bei Gesundheitsreform
Mit aller Macht wollten die Republikaner ein Gesetz zur Gesundheitsversorgung durchbringen. Aber Trumps Konservativen gelingt einfach keine Einigung, es gibt zu viele …
Republikaner vor erneuter Niederlage bei Gesundheitsreform
Attentäter erschießt drei Israelis im Westjordanland
In der Nähe von Jerusalem hat ein palästinensischer Attentäter drei Israelis erschossen.
Attentäter erschießt drei Israelis im Westjordanland
Gauland: Weitere AfD-ler könnten sich Petry anschließen
Bleibt AfD-Chefin Frauke Petry mit ihrer Absage an die neue Bundestagsfraktion isoliert? Bei der ersten Fraktionssitzung am Dienstag könnte sich das klären.
Gauland: Weitere AfD-ler könnten sich Petry anschließen
Erste Misstöne beim Neuanfang der SPD
Die Neuaufstellung der SPD beginnt. Offen und ernst debattiert die Partei, wie es weitergeht. In der Fraktion soll Andrea Nahles das Sagen haben. Die Partei rückt damit …
Erste Misstöne beim Neuanfang der SPD

Kommentare