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Ex-Präsident Nicolas Sarkozy und der frühere Premier François Fillon. Foto: Francois Mori

Intrige gegen Sarkozy in Frankreichs zerstrittener Opposition?

Paris (dpa) - Eine angeblich mit Hilfe des Élyséepalastes versuchte Intrige gegen ein Comeback von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy versetzt das politische Frankreich in Aufruhr.

Im Zentrum stehen Sarkozys konservativer Parteifreund, der frühere Premier François Fillon, und der Generalsekretär des Élysée, Jean-Pierre Jouyet, ein langjähriger Vertrauter des sozialistischen Präsidenten François Hollande. Fillon verlangte am Montag die Herausgabe einer Kopie einer Tonbandaufnahme, die Angaben über seinen angeblichen Vorstoß gegen Sarkozy enthalten soll. Sarkozy wie Fillon gelten als mögliche Kandidaten der zerstrittenen konservativen UMP bei der Präsidentschaftswahl 2017.

Der Streit geht zurück auf Angaben in einem Buch zweier Journalisten über Sarkozy. Danach soll Jouyet ihnen bei laufendem Tonband gesagt haben, Fillon habe ihn auf eine Affäre um Sarkozy angesprochen, bei der es um Finanzierungsfehler seiner Wahlkampagne 2012 geht. Angeblich soll Fillon seinen früheren Kabinettskollegen Jouyet bei einem Gespräch animiert haben, die Ermittlungen gegen Sarkozy doch zu beschleunigen.

Jouyet leugnete die Darstellung der Journalisten zunächst, räumte das Gesprächsthema später dann aber in einer Erklärung ein. Eine Intervention des Élysée bei der Justiz will Jouyet aber abgelehnt haben. Fillon blieb bei seiner Darstellung, das Thema überhaupt nicht mit Jouyet behandelt zu haben. Er sprach von einem "Komplott" gegen sich und bezichtigte Jouyet der "Lüge".

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