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Nuri Al-Maliki

Ministerpräsident knickt ein

Irak: Al-Maliki verzichtet auf weitere Amtszeit

Bagdad - Der Machtkampf um die irakische Regierung ist entschieden: Der amtierende Ministerpräsident Nuri Al-Maliki hat am Donnerstagabend offiziell seinen Verzicht auf eine weitere Amtszeit verkündet.

 Bei einer im Staatsfernsehen übertragenen Ansprache sagte al Maliki, er ziehe seine "Kandidatur zu Gunsten" seines designierten Nachfolgers Haidar al-Abadi zurück. Al-Maliki trat gemeinsam mit al-Abadi auf.

Al-Abadi war am Montag von Präsident Fuad Masum mit der Regierungsbildung beauftragt worden. Al-Maliki wehrte sich dagegen aber bis zuletzt. Kurz vor der TV-Ansprache hatte bereits ein Sprecher al-Malikis der Nachrichtenagentur AFP gesagt, der 64-Jährige werde seine Klage gegen die Nominierung seines Nachfolgers zurückziehen.

Während im Norden des Landes hunderttausende Menschen vor der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) auf der Flucht sind, tobte in den vergangenen Wochen in Bagdad ein Machtkampf. Kritiker werfen al-Maliki vor, die Sunniten auszugrenzen und damit dem Vormarsch der sunnitischen Extremisten den Boden bereitet zu haben.

Der Druck auf den schiitischen Politiker war zuletzt gewachsen. Die USA und die Regionalmächte Saudi-Arabien und Iran stellten sich hinter seinen Konkurrenten al-Abadi. Iraks oberster schiitischer Geistlicher, Groß-Ayatollah Ali al-Sistani, forderte al-Maliki öffentlich zum Rückzug auf. Der UN-Sicherheitsrat rief den designierten Nachfolger al-Malikis am Mittwoch zu einer raschen Regierungsbildung auf.

afp

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