Schweres Zugunglück in Baden-Württemberg: Bahn rast in Betonteil und entgleist

Schweres Zugunglück in Baden-Württemberg: Bahn rast in Betonteil und entgleist
+
Die zerstörte Große Moschee von Mossul, die auch als Al-Nuri-Moschee bekannt ist. Foto: Felipe Dana

Kampf gegen den IS

Irakische Armee nimmt symbolträchtige Moschee in Mossul ein

Vor drei Jahren zeigte sich IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi in der Großen Moschee von Mossul erstmals öffentlich. Seitdem galt das mittlerweile zerstörte Gebäude als Symbol für die Macht der Terrormiliz.

Mossul (dpa) - Drei Jahre nach Ausrufung des IS-Kalifats hat Iraks Armee mit der Großen Moschee von Mossul das bisherige Symbol für die Macht der Terrormiliz erobert. Anti-Terroreinheiten brachten das weitgehend zerstörte Gebäude in Mossuls Altstadt am Donnerstag unter Kontrolle, wie ein Armeesprecher erklärte.

Mit der Einnahme der mittlerweile zerstörten Moschee wurde für Iraks Regierungschef Haidar al-Abadi der Untergang des Kalifats besiegelt. "Wir sehen das Ende des fingierten Daesch-Staates, die Befreiung von Mossul beweist das", twitterte der irakische Ministerpräsident Haidar al-Abadi am Donnerstag. Daesch ist die arabische Abkürzung für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Der IS hatte vor genau drei Jahren in einer Audiobotschaft die Errichtung eines "Islamischen Kalifats" in Syrien und im Irak verkündet. Einige Tage später zeigte sich IS-Chef Abu Bakr Al-Bagdadi bei einer Freitagspredigt in der Großen Moschee erstmals öffentlich.

In der vergangenen Woche sprengten IS-Anhänger das Gebäude, das auf das 12. Jahrhundert zurückgeht und auch als Al-Nuri-Moschee bekannt ist. Berühmt war es auch wegen seines - nun ebenfalls größtenteils zerstörten - schiefen Minaretts, das "Die Gekrümmte" genannt wurde.

Die Dschihadisten hatten Mossul im Juni 2014 überrannt. Iraks Sicherheitskräfte begannen im vergangenen Oktober eine Offensive auf die frühere Millionenstadt. Mittlerweile beherrschen die Angreifer mehr als 90 Prozent Mossuls. Auch im benachbarten Syrien steht der IS militärisch stark unter Druck. Irakische Medien feierten die Einnahme der Großen Moschee ebenfalls als Ende des Kalifats.

Der IS beherrscht jedoch noch einige Viertel in Mossuls Altstadt. Dort kommen die Angreifer in den dicht bewohnten Gassen nur langsam voran. Nach UN-Angaben sind bis zu 150 000 Zivilisten eingeschlossen. Viele werden demnach als menschliche Schutzschilde missbraucht.

Auch im Umland Mossuls und in anderen Regionen des Iraks hält der IS noch einige Gebiete. Zudem griff die Miliz zuletzt in bereits befreiten Gebieten mehrfach Angriffe nach Guerillamanier an.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lindner skizziert Ausweg aus Corona-Shutdown - und kritisiert Merkel: „Niemand weiß, was sie vorhat“
Die Corona-Krise schweißt die deutschen Politiker zusammen. Ungewöhnlich einig zeigen sie sich zur Verkündigung der Ausgangsbeschränkung. Doch die Debatte lässt sich …
Lindner skizziert Ausweg aus Corona-Shutdown - und kritisiert Merkel: „Niemand weiß, was sie vorhat“
Coronavirus-App als Lösung im Shutdown? Umfrage zeigt ein neues Problem
Die Politiker rund um den Globus lassen kaum etwas unversucht, um der Verbreitung des Coronavirus Herr zu werden. In Deutschland wird über die Überwachung der Handydaten …
Coronavirus-App als Lösung im Shutdown? Umfrage zeigt ein neues Problem
Nato will sich im Kampf gegen Coronavirus besser abstimmen
Alle Welt konzentriert sich derzeit auf den Kampf gegen das Coronavirus. Auch die Nato will sich stärker engagieren.
Nato will sich im Kampf gegen Coronavirus besser abstimmen
Corona-Krise in Bayern: Positiver Trend erkennbar - Söder erklärt, wie es weitergeht
In Deutschland erkranken immer mehr Menschen am Coronavirus. Doch die Kurve der Neuinfektionen flacht immer mehr ab. Für CSU-Chef Markus Söder ist es aber zu früh für …
Corona-Krise in Bayern: Positiver Trend erkennbar - Söder erklärt, wie es weitergeht

Kommentare