+
Regierungschef Nuri al-Maliki.

Trotz Gegenstimmen

Iraks Regierungschef Al-Maliki will im Amt bleiben

Bagdad - Trotz des starken Gegenwindes will Regierungschef Al-Maliki sein Amt behalten. Er beruft sich dabei auf die Verfassung und droht mit "Höllenfeuer".

Gegen starke Widerstände hält Iraks Regierungschef Nuri al-Maliki mit aller Macht an dem Amt fest. Wer gegen den „Kontext der Verfassung“ verstoße, der zünde im Irak „das Höllenfeuer“ an und verletze den Willen des Volkes, sagte Al-Maliki am Mittwoch in seiner wöchentlichen Fernsehansprache.

Der schiitische Politiker ist seit 2006 Regierungschef und will sich für eine weitere Amtsperiode wählen lassen. Er beruft sich dabei auf die Verfassung. Diese gibt dem größten politischen Block im Parlament das Recht, einen Kandidaten für das Amt des Regierungschefs zu nominieren.

Fast alle anderen politischen Kräfte lehnen jedoch eine erneute Kandidatur Al-Malikis ab. Sie machen ihn unter anderem für den Vormarsch der Terrorgruppe Islamischer Staat in großen Teilen des Landes verantwortlich. Laut Verfassung muss Staatspräsident Fuad Massum bis Donnerstag einen Politiker mit der Bildung einer Regierung beauftragen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bundestag macht sich arbeitsfähig
Die Jamaika-Sondierung ist gescheitert - aber das Parlament arbeitet. In der ersten regulären Sitzung geraten zwei Parteien aneinander, die sich gegenseitig Flucht aus …
Bundestag macht sich arbeitsfähig
Kremlchef Putin: Militäreinsatz in Syrien endet
Russland ist neben dem Iran wichtigster Verbündeter Syriens. Vor allem von ihnen hängt es ab, ob eine politische Lösung im Bürgerkrieg möglich ist. Wird ein Dreiergipfel …
Kremlchef Putin: Militäreinsatz in Syrien endet
Sechs Syrer wegen Terrorverdachts festgenommen
500 Polizisten rücken in den frühen Morgenstunden in vier deutschen Städten zu einer Terror-Razzia aus. Sechs mutmaßliche Islamisten aus Syrien sollen einen Anschlag in …
Sechs Syrer wegen Terrorverdachts festgenommen
Von der Leyen wirbt um Verlängerung von Mandaten für Bundeswehreinsätze
Sieben laufende Auslandseinsätze sollen bis ins neue Jahr verlängert werden. Das fordert die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Der Bundestag muss nun …
Von der Leyen wirbt um Verlängerung von Mandaten für Bundeswehreinsätze

Kommentare