Nach Drohung von Trump

Iran will bei US-Ausstieg aus Atomdeal harte Konsequenzen ziehen

Der Iran hat gedroht, bei einem Ausstieg der USA aus dem 2015 geschlossenen internationalen Atomabkommen die Urananreicherung "energisch" wiederaufnehmen zu wollen.

Teheran - Zudem würden weitere "drastische Maßnahmen" erwägt, sagte Irans Außenminister Mohammed Javad Zarif am Samstag Reportern in New York. Er versicherte, dass der Iran nicht nach einer Atombombe strebe. Die "wahrscheinliche" Antwort auf einen Rückzug der USA aus dem Deal sei aber die erneute Urananreicherung.

US-Präsident Donald Trump hat gedroht, das Atomabkommen aufzukündigen, wenn es nicht bis zum 12. Mai verschärft wird und neue Einschränkungen für das iranische Raketenprogramm vereinbart werden. Teheran hat jegliche Nachverhandlungen abgelehnt.

Der Iran hatte sich im Atomabkommen dazu verpflichtet, seine Urananreicherung drastisch herunterzufahren und verschärfte internationale Kontrollen zuzulassen. Im Gegenzug wurden wegen des iranischen Atomprogramms verhängte Strafmaßnahmen schrittweise aufgehoben. Die Anreicherung von Uran ist eine wichtige Voraussetzung für die Herstellung von Atomwaffen.

AFP

Lesen Sie auch: Harte Linie gegen Russland und Iran: Designierter US-Außenminister will Führungsrolle für Amerika

Rubriklistenbild: © AFP / ATTA KENARE

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