+
Der iranische Außenminister Jvad Zarif hat Gesprächen mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump in schroffem Ton eine Absage erteilt.

Kluft vertieft

Iranischer Außenminister erteilt Gespräch mit den USA schroffe Absage

Der iranische Außenminister Jvad Zarif hat Gesprächen mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump in schroffem Ton eine Absage erteilt.

Teheran - Der Iran habe mit den USA, den anderen UN-Vetomächten sowie Deutschland und der EU bereits zwei Jahre lang Gespräche geführt, schrieb Zarif am Dienstagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter. Dabei sei 2015 das Atomabkommen mit dem Iran herausgekommen, "ein einzigartiges multilaterales Abkommen".

"Es hat funktioniert", fügte Zarif mit Blick auf das Atomabkommen hinzu, aus dem die USA im Mai ausgestiegen waren. "Die USA können sich nur selbst Vorwürfe machen, dass sie sich herausgezogen und den Tisch verlassen haben", kritisierte der iranische Chefdiplomat.

Trump hatte am Montag gesagt, er sei "jederzeit" und "ohne Vorbedingungen" zu einem Treffen mit dem iranischen Staatschef Hassan Ruhani bereit. Am Dienstag sagte er bei einer Veranstaltung in Tampa im Bundesstaat Florida mit Blick auf die iranische Führung: "Ich habe das Gefühl, dass sie ziemlich bald mit uns sprechen werden." Er fügte allerdings hinzu: "Und vielleicht nicht, und das ist auch ok."

Vor Zarif hatten bereits andere iranische Vertreter Vorbehalte gegen Trumps Gesprächsangebot geäußert. Vize-Parlamentspräsident Ali Motahari sagte, nach den früheren "verächtlichen Äußerungen" des US-Präsidenten gegenüber dem Iran wäre es eine "Demütigung", Verhandlungen zuzustimmen. Innenminister Abdolresa Rahmani Fasli sagte, die USA seien nach ihrem Ausstieg aus dem internationalen Atomabkommen nicht vertrauenswürdig.

afp

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nato berät nach Angriff auf türkische Soldaten in Idlib
Politiker warnen vor einem Krieg des Nato-Partners Türkei mit Syrien. Die Nato erklärt sich solidarisch mit Ankara. Spielt die Türkei mit dem Flüchtlingspakt, um mehr …
Nato berät nach Angriff auf türkische Soldaten in Idlib
Coronavirus-Krisenstab: Merkel berät sich mit Spahn und Seehofer - muss Mega-Messe abgesagt werden?
Im Coronavirus-Krisenstab bespricht sich Kanzlerin Merkel mit Gesundheits- und Innenministerium - es geht auch um Veranstaltungen wie Konzerte. 
Coronavirus-Krisenstab: Merkel berät sich mit Spahn und Seehofer - muss Mega-Messe abgesagt werden?
USA-Taliban-Abkommen erwartet: Anfang vom Ende des Krieges?
Der US-Truppen-Kommandeur schießt Selfies mit Afghanen, Kämpfer der Taliban organisieren Sportwettkämpfe. In den vergangenen Tagen haben sich ungewohnte Bilder in dem …
USA-Taliban-Abkommen erwartet: Anfang vom Ende des Krieges?
Syrien: Nach Drohung – Griechische Grenzschützer halten Geflüchtete auf 
Bei einem Luftangriff in Syrien sind zahlreiche türkische Soldaten getötet worden. Die Nato hat den Konflikt scharf verurteilt. 
Syrien: Nach Drohung – Griechische Grenzschützer halten Geflüchtete auf 

Kommentare