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Irland unterstützt EU-Beitrittsforderung der Ukraine

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Irlands Regierungschef Micheál Martin auf einer Straße in London
Irlands Regierungschef Micheál Martin setzt sich für den EU-Beitritt der Ukraine aus. © IMAGO/Tayfun Salci

Irlands Regierungschef Micheál Martin will sich in der EU für die Annahme der Beitrittsforderung der Ukraine einsetzen.

Straßburg - Der irische Regierungschef Micheál Martin bestärkt die Ukraine in ihren Bemühungen um einen Beitritt zur Europäischen Union. «Ich unterstütze den Antrag der Ukraine auf Mitgliedschaft nachdrücklich», sagte der Ire am Mittwoch im Straßburger Europaparlament. «Ich hoffe, dass es auf der Tagung des Europäischen Rates im Juni möglich sein wird, dem ukrainischen Volk eine klare und positive Botschaft zu übermitteln.»

Kiew hatte kurz nach Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine den Beitritt zur EU beantragt. Die EU-Kommission will noch vor dem EU-Gipfel am 23. und 24. Juni ihre Empfehlung darüber abgeben, ob dem Land der Kandidatenstatus gewährt werden sollte. Die EU-Staaten müssten dann einstimmig über das weitere Vorgehen entscheiden.

Es solle Quelle des Stolzes und der Inspiration sein, dass die EU «für die Menschen an unseren Grenzen» weiter ein Leuchtturm der Hoffnung sei, sagte Martin - etwa für die Menschen auf dem Westbalkan, in Moldau, Georgien oder eben in der Ukraine. Man solle jene, die beitreten wollten, bei den notwendigen Reformen und Vorbereitungen unterstützen. «Und wenn sie die Kriterien erfüllen, sollten wir ihnen keine weiteren Hindernisse in den Weg legen.»

Norwegen liefert 22 Panzerhaubitzen an Ukraine

Norwegen hat der Ukraine 22 Panzerhaubitzen des Typs M109 sowie Munition und Ersatzteile geliefert. Die Entwicklung des Krieges mache es erforderlich, dem von Russland angegriffenen Land nun auch schwerere Waffen zu schicken, sagte Verteidigungsminister Bjørn Arild Gram am Mittwoch in Oslo. Eine Panzerhaubitze ist ein schweres Artilleriesystem mit einer Kanone auf einem Kettenfahrzeug, ähnlich einem Panzer.

Aus Sicherheitsgründen sei die Lieferung nicht vorab angekündigt worden, sagte der Minister. Die Ausbildung der ukrainischen Soldaten an den Waffen habe in Deutschland stattgefunden. Norwegen selbst ersetzte die Waffensysteme nach diesen Angaben mit neuer Ausrüstung aus Südkorea. (dpa)

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