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Arkadi Babtschenko.

Er erschien auf einer Pressekonferenz

Irre Wendung: Angeblich ermordeter Journalist Babtschenko lebt

Der angeblich in Kiew ermordete russische Journalist Arkadi Babtschenko lebt offenbar.

Der für tot erklärte Kreml-kritische russische Journalist Arkadi Babtschenko lebt. Der 41-Jährige trat am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Kiew auf. Sein Tod sei inszeniert worden, um einen geplanten Mordanschlag auf Babtschenko zu vereiteln, teilte der ukrainische Geheimdienst mit.

Am Dienstag hatte die ukrainische Polizei erklärt, der frühere Kriegsreporter sei im Treppenhaus seines Wohngebäudes durch drei Schüsse in den Rücken getötet worden. Am Mittwoch erklärte der ukrainische Geheimdienst SBU schließlich, der inszenierte Mord sei Teil eines "Spezialeinsatzes" gewesen, um Babtschenkos Leben zu retten.

SBU-Chef Wasyl Gryzak beschuldigte Russland, hinter dem Mordkomplott zu stecken. "Uns ist es gelungen, eine zynische Provokation zu verhindern und die Vorbereitung dieses Verbrechens durch die russischen Sicherheitsdienste zu dokumentieren", sagte Gryzak. Moskau hatte die Anschuldigungen aus Kiew zuvor bereits zurückgewiesen und die mutmaßliche Ermordung der Journalisten "scharf verurteilt".

Scharfzüngiger Kreml-Kritiker Babschenko auch in der Opposition nicht unumstritten

Babtschenko hatte in den 90er und frühen 2000er Jahren in den Tschetschenien-Kriegen gekämpft, ehe er sich als Kriegsreporter öffentliches Ansehen erwarb. In Moskau arbeitete er für die oppositionelle Zeitung "Nowaja Gaseta" und den liberalen Radiosender Moskauer Echo. Im Februar 2017 verließ er Russland, nachdem er nach eigenen Angaben Todesdrohungen erhalten hatte. Er lebte zunächst in Tschechien, später in Israel und schließlich in Kiew.

Der scharfzüngige Kreml-Kritiker war innerhalb der russischen Opposition nicht unumstritten. Manche Oppositionelle hielten Babschenko vor, mit seiner aggressiven Rhetorik übers Ziel hinauszuschießen. Zuletzt betätigte sich Babtschenko von Kiew aus für den krimtatarischen ukrainischen Sender ATR und betrieb einen sehr aktiven Internet-Blog.

AFP

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