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Ein Sicherheitsmann an einer Straßensperre vor der Kabuler Militärbasis.

Terrormiliz reklamiert Tat

IS bekennt sich: Mehrere Tote bei Angriff auf Militärbasis

Bewaffnete Männer haben am Montagmorgen eine Militäreinheit in der afghanischen Hauptstadt Kabul angegriffen. Dabei wurden mindestens zwei Soldaten und drei Angreifer getötet.

Kabul - Mehrere Quellen hatten von einer Attacke auf die große Marschall-Fahim-Akademie berichtet. Es ist bereits der dritte schwere Angriff in Kabul seit rund einer Woche. Die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) reklamierte ihn für sich.

Nach Angaben des Sprechers Dawlat Wasiri galt der Angriff einem Stützpunkt in der Nähe der am westlichen Stadtrand gelegenen Militärakademie. Einer der Angreifer habe sich mit einem Sprengsatz in die Luft gesprengt, ein weiterer Selbstmordattentäter sei festgenommen worden, sagte Wasiri. Drei Angreifer seien getötet worden, einer setze sich noch zur Wehr. Laut dem Sprecher wurden auch mindestens zwei Soldaten getötet und zehn weitere verletzt.

Mehrere Explosionen und Schüsse

Augenzeugen berichteten, sie hätten gegen 05.00 Uhr (01.30 Uhr MEZ) mehrere Explosionen und Schüsse gehört. Auch ein Offizier in der Akademie sagte, er habe eine Explosion und danach Schüsse gehört. Im Oktober hatte ein Taliban-Selbstmordattentäter 15 Rekruten auf dem Heimweg von der Marschall-Fahim-Akademie getötet. Diese ist für die Ausbildung ranghoher Offiziere zuständig.

Zu dem Angriff am Montagmorgen bekannte sich der IS. Ziel sei die Militärakademie gewesen, erklärte die Miliz über ihr Sprachrohr Amaq.

Erst am Samstag hatte sich ein Selbstmordattentäter in einem mit Sprengstoff beladenen Krankenwagen in Kabuls Zentrum in die Luft gesprengt und mehr als hundert Menschen getötet. Mehr als 230 weitere Menschen wurden verletzt. Zu dem Anschlag bekannten sich die radikalislamischen Taliban. Das afghanische Innenministerium machte das mit den Taliban verbündete Hakkani-Netzwerk für die Tat verantwortlich. Die Attacke sorgte international für Entsetzen. Die afghanische Regierung rief für Sonntag einen nationalen Trauertag aus.

In Kabul hat die Zahl der Anschläge zuletzt stark zugenommen. Die Hauptstadt gilt inzwischen als einer der gefährlichsten Orte für Zivilisten in Afghanistan. Vor rund einer Woche hatten Kämpfer der Taliban das Intercontinental-Hotel angegriffen und nach offiziellen Angaben mindestens 25 Menschen getötet - afghanische Medien berichten allerdings von deutlich mehr Opfern. Die meisten von ihnen, darunter auch eine Deutsche, waren Ausländer. In Sicherheitshinweisen wurden Ausländer vor weiteren geplanten Anschlägen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat auf Supermärkte, Hotels und Geschäft gewarnt, die vor allem von Ausländern besucht werden.

AFP

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