+
Ein Überlebender der Terroranschläge in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa wird im Krankenhaus versorgt. Foto: Yahya Arhab

IS bekennt sich zu Anschlägen im Jemen mit 137 Toten

Der Machtkampf im Jemen fordert einen immer höheren Blutzoll. Die schiitischen Huthi-Rebellen kontrollieren weite Teile des Landes. Jetzt werden sie in der Hauptstadt Sanaa zum Ziel von Anschlägen.

Sanaa (dpa) - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu den Selbstmordanschlägen in Jemens Hauptstadt Sanaa bekannt. Bei den Anschlägen auf zwei schiitische Moscheen starben mindestens 137 Menschen, wie der TV-Kanal Al-Masira berichtete. Der Sender gehört zu den schiitischen Huthi-Rebellen.

Vier "Ritter" hätten in zwei Moscheen Sprengstoffgürtel gezündet, erklärten die Extremisten in einer im Internet verbreiteten Textbotschaft. Bislang war von drei Attentätern die Rede gewesen. Auch die Dschihad-Beobachterplattform Site berichtete über die IS-Botschaft. Ob sie echt ist, ließ sich zunächst nicht prüfen.

Die Attentäter sprengten sich kurz nacheinander in die Luft, wie Augenzeugen berichteten. Zunächst habe ein Attentäter eine Bombe gezündet, um einen Sicherheitsgürtel um ein Gotteshaus zu sprengen. Ein zweiter Täter sei danach in die Moschee eingedrungen und habe dort viele Menschen mit in den Tod gerissen. Ein dritter Attentäter habe eine weitere Moschee angegriffen. Unter den Toten ist auch einer der wichtigsten schiitischen Geistlichen des Landes, wie die Huthis mitteilten.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

700 Milliarden: Trump beschließt gigantische Erhöhung des Militäretats
Es handelt sich um eine vorstellbare Summe: Auf 700 Milliarden Dollar erhöht Donald Trump den US-Militäretat. Zugleich steht Trump wegen Belästigungsvorwürfen unter …
700 Milliarden: Trump beschließt gigantische Erhöhung des Militäretats
Experten fordern: Sitzenbleiben in der Schule gehört abgeschafft
Klassenziel nicht erreicht? Schüler mit schwachen Leistungen müssen oft eine sogenannte Ehrenrunde drehen. Das Sitzenbleiben gehört aber abgeschafft, fordern Experten. 
Experten fordern: Sitzenbleiben in der Schule gehört abgeschafft
Steinmeier in Ghana: Reformpartnerschaft statt Flucht
Ghana gilt als politisch stabil, wirtschaftlich geht es besser als in den meisten Ländern Westafrikas. Und doch machen sich auch von hier viele Tausend Menschen auf den …
Steinmeier in Ghana: Reformpartnerschaft statt Flucht
Merkel gedenkt der Opfer des Berliner Terroranschlags
Nach Kritik von Hinterbliebenen hat Kanzlerin Merkel mit einem Überraschungsbesuch an die Opfer des Berliner Terroranschlags erinnert. Auf dem Weihnachtsmarkt spricht …
Merkel gedenkt der Opfer des Berliner Terroranschlags

Kommentare