+
Palmyras gut erhaltene Ruinen aus den ersten Jahrhunderten nach Christus gehören zum Unesco-Weltkulturerbe. Der jetzt getötete Khaled Asaad hatte dort 40 Jahre lang die archäologischen Stätten geleitet. Foto: Chris Melzer/Archiv

Schockierender Vorfall

IS enthauptet in Syrien früheren Chef-Archäologen von Palmyra

Palmyra - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in Syrien den früheren Chef-Archäologen der historischen Oasenstadt Palmyra enthauptet.

Khaled Asaad sei vor Dutzenden Zuschauern auf einem öffentlichen Platz getötet worden, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die oppositionelle Nachrichtenseite Zaman al-Wasl meldete, die Extremisten hätten dem 81-Jährigen Verrat vorgeworfen. Sein Leichnam sei an einer antiken Säule aufgehängt worden.

Asaad hatte 40 Jahre lang die archäologischen Stätten in der zentralsyrischen Stadt geleitet. Palmyras gut erhaltene Ruinen aus den ersten Jahrhunderten nach Christus gehören zum Unesco-Weltkulturerbe. Die einstige Handelsmetropole gilt als einer der bedeutendsten Komplexe antiker Bauten im Nahen Osten.

Der IS hatte Palmyra Ende Mai von Truppen des syrischen Regimes eingenommen. Seitdem herrscht weltweit große Sorge, dass die Extremisten die historischen Stätten zerstören könnten, wie sie es schon im Nordirak getan haben.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Yücel geißelt Türkei als Willkürstaat
Die Freilassung von Deniz Yücel hat in Deutschland Erleichterung ausgelöst. Doch der stets argwöhnische Journalist zeigt, wie steinig der Weg zu einem normalisierten …
Yücel geißelt Türkei als Willkürstaat
Münchner Siko 2018: Thomas de Maizière fordert mehr Prävention im Kampf gegen Extremismus
Bei der Münchner Sicherheitskonferenz sagte Thomas de Maizière am Samstag, "allein über Repression" sei "die Schlacht nicht zu gewinnen". Alle Informationen im …
Münchner Siko 2018: Thomas de Maizière fordert mehr Prävention im Kampf gegen Extremismus
Ausnahmezustand in Äthiopien gilt für ein halbes Jahr 
Der in Äthiopien verhängte Ausnahmezustand soll nach Angaben der Regierung für ein halbes Jahr gelten. Die USA haben dies scharf verurteilt.
Ausnahmezustand in Äthiopien gilt für ein halbes Jahr 
Hunderte Menschen demonstrieren gegen Abschiebungen nach Afghanistan
In Hamburg und Rostock haben am Samstag insgesamt rund 1400 Menschen friedlich gegen Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan demonstriert.
Hunderte Menschen demonstrieren gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Kommentare