Sie entkamen der Hölle

Ehemalige IS-Frauen verraten schockierende Details

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Sie reisten nach Syrien, um ein Teil des Kampfes zu werden und um einen Krieger zu heiraten. Doch die Versprechungen wurden nicht gehalten. Einige IS-Frauen haben nun ausgepackt.

Damaskus - Der Sender CNN hat mit einigen IS-Frauen gesprochen, die angeblich eine Zeit lang mit Kämpfern des sogenannten Islamischen Staates zusammen lebten. Der Traum einen „Gotteskrieger“ zu heiraten, wurde jedoch zum Albtraum. Heute sagen sie: „Es war ein riesiger Fehler.“

Sie sollten eine kostenlose Gesundheitsversorgung und Schulunterricht bekommen. Das waren zumindest die Versprechungen, die zahlreichen Frauen vor ihrer Ankunft in Syrien gemacht worden waren. Um in das umkämpfte Land zu gelangen, haben drei Frauen aus Indonesien mehrere tausend Dollar gezahlt, erzählten sie. Am Ende mussten sie ihre Habseligkeiten verkaufen, um von dort wieder zu entkommen.

Wie einige Frauen gegenüber CNN berichteten, wurden sie nach ihrer Ankunft zunächst in Schlafsäle gesperrt. Dort sei es vor allem zu Streit und Zankereien gekommen.

Nach kurzem Kennenlernen wurden sie verheiratet

Als nächstes musste jede der Frauen einen Lebenslauf ausfüllen, in dem sie Name, Alter, eigene Persönlichkeit und die Vorstellungen an einen guten Ehemann, notieren sollten. Es sei eine Art Dating gewesen, erzählt eine Frau. „Man trifft sich, man spricht für 15 Minuten und dann wird entschieden. Wenn beide einwilligen, heiratet man schnell.“

Eine andere Frau erklärt, warum überhaupt so viele Frauen den Wunsch hatten, einen solchen Mann zu heiraten: „Das sind starke Männer, mit Waffen und sie glaubten, die beschützen sie. Es sind Vorstellungen wie aus Filmen.“ Am Ende sei es ganz anders gekommen: Die meisten Ehen seien nach ein paar Tagen oder nach spätestens einem Monat einfach wieder geschieden worden, berichtete die Frau weiter. 

„Alles was sie wollten waren Frauen und Sex. Das war ekelhaft“, erinnert sich eine andere. Ihr Traum von einem Leben im Islam und mit einem „Gotteskrieger“ ist geplatzt. Sie ist froh, entkommen zu sein. Ob sie dadurch auch ihre islamistische Ideologie abgelegt hat, bleibt unklar. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / Morukc Umnabe

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