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Aylans Vater hält den Leichnam seines Jungen bei der Beerdigung. Das Foto des Jungen am Strand wurde jetzt vom IS missbraucht.

Bild des Flüchtlingsjungen missbraucht

IS schlachtet Foto des toten Aylan für Propaganda aus

München - Die Fanatiker des "Islamischen Staats" missbrauchen das Foto des ertrunkenen Flüchtlingsjungen Aylan für ihre Propaganda. Die Botschaft: Das passiert, wenn man vor dem IS flieht.

Das Foto mit Aylan erschien laut "Guardian" in der jüngsten Ausgabe des IS-Magazins "Dabiq" - dem englischsprachigen Propaganda-Sprachrohr der Islamisten. Das nur schwer zu ertragende Bild des kleinen Jungenam Strand hatte weltweit für Entsetzen und Betroffenheit gesorgt. Aylans Familie war aus der Stadt Kobane geflohen. Jenem Ort, den die IS-Fanatiker erobert hatten. Kurden hatten Kobane dann im Juni mit Unterstützung des US-Militärs wieder befreit .

"Die Gefahr, wenn man Darul-Islam den Rücken kehrt", prangt in großen Lettern über dem Foto des toten Jungen am Strand. Der Darul-Islam steht angeblich für das selbsternannte "Kalifat" der IS-Terroristen. Einige Syrer und Libyer würden ihr Leben riskieren "um in die Länder der kriegstreibenden Kreuzfahrer zu gelangen", heißt es zynisch in dem Magazin. Dort würden Atheismus und Unzucht herrschen - sowie "Fleischeslust, Drogen und Alkohol".

Das Magazin will mit weiterer Propaganda Unterstützer werben und den Westen schocken. So feiern die IS-Fanatiker die Zerstörung der Tempelanlagen von Palmyra. Zudem ist das Foto eines Norwegers zu sehen, den die Terror-Organisation gefangen genommen hat. Für seine Freilassung verlangen die Geiselnehmer Lösegeld. Auch ein Chinese wurde vom IS verschleppt.

mb

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