Trotz Luftangriffen

IS setzt Vormarsch auf syrische Grenzstadt fort

Ain al-Arab - Trotz der US-geführten Luftangriffe haben die Dschihadisten der Gruppierung Islamischer Staat (IS) ihren Vormarsch auf die syrische Stadt Ain al-Arab an der Grenze zur Türkei fortgesetzt.

Der IS dringe im Südosten und Westen weiter vor, die kurdischen Kämpfer hätten sich inzwischen von der Westfront zurückgezogen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am frühen Donnerstag mit. Die Sorge sei groß, dass die Dschihadisten schon bald in die Stadt eindringen werden, die von den Kurden auch Kobane genannt wird.

Die Beobachtungsstelle sprach von den heftigsten Kämpfen seit Beginn der IS-Offensive auf die Grenzstadt vor rund zwei Wochen. Demnach bereiteten sich kurdische Kräfte im Stadtinneren bereits auf Straßenkämpfe vor, sollte es dem IS gelingen, die letzten Verteidigungslinien zu durchbrechen. Den tausenden mit modernsten Waffen und Panzern ausgerüsteten Dschihadisten stehen nur wenige hundert schlecht ausgerüstete kurdische Kämpfer entgegen.

Unterdessen stieg die Zahl der Opfer eines Doppelanschlags auf eine Schule der zentralsyrischen Stadt Homs weiter an. Laut der Beobachtungsstelle wurden insgesamt 48 Menschen getötet, darunter 41 Schulkinder. Die Schule liegt in einem überwiegend von Alawiten bewohnten Viertel von Homs - eine schiitische Glaubensgemeinschaft, der auch Machthaber Baschar al-Assad angehört. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand, doch ist das Viertel häufiges Ziel von Angriffen radikalislamischer Gruppierungen oder laizistischer Rebellen.

Die Beobachtungsstelle steht der Opposition gegen Assad nahe. Sie stützt sich bei ihren Berichten auf ein weites Netz von Informanten, doch lassen sich die Angaben von unabhängiger Seite nur schwer überprüfen.

AFP

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