Heimtückischer Terror-Plan

Bericht: IS will Urlaubsstrände in Europa angreifen

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München - Laut eines Medienberichts plant der Islamische Staat (IS) gezielt Anschläge auf beliebte europäische Urlaubsstrände. Die Vorgehensweise ist dabei besonders heimtückisch. 

Update 2 vom 10. Mai 2016: Der Mann war offenbar doch kein IS-Terrorist. Er stand nach ersten Erkenntnissen unter Drogen und erzählte wirre Dinge.

Update 1 vom 10. Mai 2016: Ein mutmaßlicher Terrorist des IS hat am Dienstagmorgen mehrere Menschen in Grafing-Bahnhof (Kreis Ebersberg) angegriffen und schwer verletzt. Aktuell gibt es einen Toten.

Die Attentäter des Islamischen Staates (IS) sollen nämlich als fliegende Händler mit Handtüchern, Sonnenbrillen und Souvenirs an den Stränden flanieren - und dann zuschlagen. Das geht aus einem Terror-Bericht hervor, von dem dieBild erfahren hat. Der italienische Geheimdienst soll die deutschen Sicherheitsbehörden alarmiert haben. 

Der Islamische Staat (IS) soll sich gezielt auf Strände in Spanien und Italien, der Deutschen liebste Urlaubsziele, konzentrieren. Auch vom Süden Frankreichs ist die Rede. Der schreckliche Plan sieht so aus: Die Terroristen sollen an den Stränden mit automatischen Waffen um sich schießen und Sprengsätze zwischen Liegestühlen zünden. Das ruft die Alptraum-Bilder aus Tunesien in Erinnerung, wo ein Attentäter im vergangenen Jahr an einem Strand um sich geschossen und 38 Menschen getötet hat

Experte spricht von neuer Dimension des IS-Terrors

Ein Experte spricht gegenüber Bild von einer "neuen Dimension des Terrors". Denn Urlaubsstrände seien kaum zu schützen. Hinter den Plänen stecken offenbar Männer aus dem Senegal, die sich als Unterstützer der Terrorgruppe Boko Haram aus Nigeria verstehen, die sich wiederum dem IS angeschlossen hat.

Die Bedrohung wird in italienischen Medien als sehr konkret dargestellt, da die Männer durch ihre Handelstätigkeit legale Papiere und sogar Visa haben. Einreise: kein Problem. Das Auswärtige Amt hat bisher keine Reisewarnung ausgesprochen. Die gab es allerdings auch für die Türkei nicht, nachdem sich dort etliche Anschläge ereignet hatten.

Am Montag verhaftete die spanische Polizei auf Mallorca einen mutmaßlichen IS-Terroristen. Laut den Behörden ging von ihm eine "eindeutige Gefahr für die nationale Sicherheit" aus.

Belgien warnt vor neuen Anschlägen in Europa

Vier Wochen nach dem verheerenden Anschlägen in Brüssel warnt Belgien vor neuen Terroristen des Islamischen Staats (IS). Es gebe Informationen, wonach Kämpfer nach Europa - und auch nach Belgien - geschickt wurden, teilte die zentrale Einrichtung zur Bewertung der Terrorbedrohung (Ocam) am Dienstag in Brüssel mit.

Die Terror-Warnstufe verbleibe in Belgien auf dem zweithöchsten Wert 3, sagte Ocam-Chef Paul Van Tigchelt laut Nachrichtenagentur Belga. Das bedeutet, dass eine Terrorattacke möglich und wahrscheinlich ist. Van Tigchelts Behörde untersteht den Ministerien für Inneres und Justiz und bewertet regelmäßig die Bedrohung durch extremistische und terroristische Gewalttäter.

kg

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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