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Aus Protest gegen eine umstrittene Plakataktion haben vier muslimische Verbände die bisherige sogenannte Sicherheitspartnerschaft mit dem Bundesinnenministerium gekündigt.

Umstrittene Plakataktion

Islamische Verbände kündigen Partnerschaft

Köln - Aus Protest gegen eine umstrittene Plakataktion haben vier muslimische Verbände die bisherige sogenannte Sicherheitspartnerschaft mit dem Bundesinnenministerium gekündigt.

„Die Vorgehensweise (des Ministeriums) stellt uns als Kooperationspartner immer wieder vor vollendete Tatsachen, schafft destruktive Diskussionen, statt konstruktive Lösungen“, heißt es in einem Schreiben, das am Freitag veröffentlicht wurde.

Die umstrittene und von den Verbänden scharf kritisierte Kampagne wendet sich gegen eine islamistische Radikalisierung Jugendlicher und junger Erwachsener. Die Plakate ähneln Vermisstenanzeigen. Der Text lautet zum Beispiel: „Das ist unser Sohn. Wir vermissen ihn, denn wir erkennen ihn nicht wieder. Wir haben Angst, ihn ganz zu verlieren an religiöse Fanatiker und Terrorgruppen.“

Zuvor hatten auch die Grünen und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes Kritik an der Aktion geübt. Im Juni 2011 hatte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) die sogenannte Sicherheitspartnerschaft mit Muslimen ins Leben gerufen, um Wachsamkeit gegenüber islamischer Radikalisierung zu fördern.

dpa

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