Unter Beschuss

Islamischer Staat greift irakische Stadt an

Ramadi - Mit Panzerfäusten und Bomben versucht die Terrorgruppe Islamischer Staat die irakische Stadt Ramadi zurückzuerobern. Aus allen vier Himmelrichtungen fliegen die Geschosse.

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat einen weiteren Angriff auf die Stadt Ramadi in der westlichen Provinz Anbar gestartet. Die Extremisten hätten am Freitag eine Offensive aus allen vier Himmelsrichtungen auf die Innenstadt begonnen, die sich noch unter Kontrolle der Regierungstruppen befand, sagte ein Polizeioffizier der Nachrichtenagentur AFP. Die IS-Kämpfer hätten mehrere Autobomben detoniert und die Innenstadt mit Mörsern beschossen. Besonders eine Polizeiwache und das Gebäude des Provinzrats seien unter Beschuss.

Während ein Großteil von Ramadi seit dem Frühjahr in der Gewalt der Dschihadisten ist, halten die Regierungstruppen noch das Zentrum der mehrheitlich sunnitischen Stadt. Trotz wiederholter Angriffe gelang es den Dschihadisten bislang nicht, die Innenstadt zu erobern. Ein Abgeordneter des Provinzrats, Assal al-Fahdawi, sagte, die Regierungstruppen und Stammesmilizen hätten den Angriff im Osten zurückgeschlagen. Er beklagte aber, dass sie keine Hilfe der irakischen Luftwaffe oder der internationalen Kampfflugzeuge erhielten.

dpa

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