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Erster „Kalif“ des neuen Gottesstaates ist der Anführer Abu Bakr al-Bagdadi.

Terrormiliz

"Islamischer Staat": Kalifat vor einem Jahr ausgerufen

Damaskus - Sie verbreiten Angst und Schrecken und regieren dort, wo sie die Macht haben, gnadenlos. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" rief vor einem Jahr das "Kalifat" aus.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ging aus einem Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida im Irak hervor. Sie bezeichnete sich lange als Islamischer Staat im Irak und in Syrien (Isis) und benannte sich nach Ausrufung des „Kalifats“ vor einem Jahr um. Ein Rückblick:

29. Juni 2014: Die sunnitischen Dschihadisten rufen in den von ihnen eroberten Gebieten in Syrien und im Irak ein „Kalifat“ aus. Erster „Kalif“ des neuen Gottesstaates sei Anführer Abu Bakr al-Bagdadi.

8. August: Die USA fliegen erste Angriffe im Nordirak.

August: Die Enthauptung eines US-Journalisten schockt die Welt. In den folgenden Monaten verbreitet der IS im Internet weitere Videos mit der Ermordung zweier US-Bürger und zweier Briten.

19. September: Frankreich startet Luftangriffe im Irak. Einige Tage später bombardieren das US-Militär und Luftstreitkräfte von arabischen Partnerländern erstmals IS-Stellungen in Syrien.

Dezember: Kurdische Soldaten beenden mit Hilfe internationaler Luftangriffe die monatelange Belagerung des Sindschar-Gebirges nordwestlich der IS-Hochburg Mossul. Im August waren Zehntausende Angehörige der jesidischen Volksgruppe vor den Dschihadisten in die Berge geflohen, die meisten wurden bald gerettet.

Januar 2015: Nach monatelangen Kämpfen vertreiben kurdische Kämpfer den IS aus der nordsyrischen Stadt Kobane an der türkischen Grenze.

Februar: Ein im Internet veröffentlichtes Video zeigt, wie ein gefangener jordanischer Pilot bei lebendigem Leib verbrannt wird. Zuvor hatte die Terrormiliz bereits die Tötung zweier japanischer Geiseln zu Schau gestellt.

März:  Irakische Kräfte erobern die strategisch wichtige Stadt Tikrit zurück, die die sunnitischen Extremisten im Juni 2014 in ihre Gewalt gebracht hatten.

April: IS-Kämpfer dringen in Ramadi 100 Kilometer westlich von Bagdad ein. Tausende Iraker fliehen vor dem Terror Richtung Bagdad, dürfen die Hauptstadt aber nicht betreten.

Mai: Die Terrormiliz bringt Ramadi vollständig unter ihre Kontrolle. Kurden erobern IS-Gebiete in Nordsyrien.

dpa

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