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Eine beschlagnahmte Waffe liegt am 09.02.2017 während einer Pressekonferenz der Polizei in Göttingen (Niedersachsen) auf einer IS-Flagge.

450 Polizisten im Einsatz

Islamisten nach Großrazzia gefasst - Offenbar Anschlag verhindert

Göttingen - Mit der Festnahme zweier Islamisten hat die Polizei in Göttingen möglicherweise einen konkret bevorstehenden Terror-Anschlag verhindert.

Update vom 20. Juni 2017: In der belgischen Hauptstadt Brüssel hat es eine Explosion gegeben, woraufhin der Hauptbahnhof geräumt wurde. Angeblich hat die Polizei einen Mann mit Sprengstoffgrütel niedergeschossen.

Einen möglicherweise bevorstehenden Terroranschlag hat die Polizei in Göttingen mit der Festnahme zweier Männer aus der radikal-islamistischen Szene verhindert. Es handele sich um einen 27-jährigen Algerier und einen 23-jährigen Nigerianer, teilten die Polizei und das niedersächsische Innenministerium am Donnerstag mit. Zu den genauen Plänen der Männer konnte eine Polizeisprecherin in Göttingen zunächst nichts sagen. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) bewertete den Einsatz als „sehr wichtigen Schlag gegen die Szene“.

Die beiden in Göttingen festgenommenen Männer aus der radikal-islamistischen Szene haben nach den Ermittlungen der Polizei einen Anschlag vorbereitet. Sie hätten diesen jederzeit ausführen können, sagte der Chef der Göttinger Kriminalpolizei, Volker Warnecke. Bei den Durchsuchungen in der Nacht zum Donnerstag seien umgebaute Waffen mit scharfer Munition gefunden worden. „Die Gefahrenlage war eindeutig“, sagte Lührig. Den Ermittlungen zufolge ging es um Anschläge, wie es sie in den vergangenen Monaten in Deutschland gegeben habe. Die Pläne seien nicht ausschließlich auf Göttingen bezogen gewesen. Der Einsatz sei eine Woche vorbereitet worden.

450 Polizisten durchsuchten elf Häuser

Die beiden als Gefährder eingestuften Männer lebten mit ihren Familien seit längerer Zeit in Göttingen und seien dort Mitglieder der salafistischen Szene. Rund 450 Polizisten durchsuchten in der Nacht zum Donnerstag elf Gebäude im Göttinger Stadtgebiet und ein Haus in Nordhessen. Dabei wurden die beiden Männer festgenommen. Ob und in welchem Umfang dabei Beweismittel sichergestellt wurden, war zunächst nicht zu erfahren.

„Durch die konsequente Ermittlungsarbeit aller Beteiligten konnte in diesem Fall sehr schnell und konsequent eingegriffen und eine konkrete Gefahrenlage verhindert werden“, meinte Pistorius. Der Göttinger Polizeipräsident Uwe Lührig sagte, die Erkenntnislage zu dem möglicherweise konkret bevorstehenden Anschlag habe sich in den vergangenen Tagen soweit verdichtet, dass ein schneller Einsatz notwendig gewesen sei. „Wir hatten dabei in meiner Bewertung keinerlei Ermessen“, sagte Lührig. Die Ermittler wollten in einer Pressekonferenz am Mittag (13.00 Uhr) zu dem Einsatz Stellung nehmen.

Göttingen gilt als Hochburg der Szene

Als Hochburg der radikal-islamistischen Szene in Niedersachsen gilt neben Hannover und Wolfsburg/Braunschweig nach Einschätzung des Verfassungsschutzes auch der Raum Hildesheim/Göttingen. In Göttingen selbst gehören der Szene nach Einschätzung von Ermittlern rund 50 Menschen an. Die Szene wird seit Jahren beobachtet. Auch gewaltbereite Dschihadisten soll es laut einer Expertin in der Stadt geben.

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Update vom 23. Mai 2017: Bei einem Konzert von Ariana Grande in Manchester hat sich mindestens eine Explosion ereignet. Die Polizei hat 19 Tote bestätigt, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Die Polizei behandelt den Vorfall zunächst wie einen Terroranschlag.

afp

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