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Der Angeklagte vor dem Oberlandesgericht in München. 

Oberlandesgericht

Islamisten-Prozess: Durch Facebook im Fadenkreuz der Fahnder

München - Der in München angeklagte Islamist ist durch seinen Facebook-Account ins Fadenkreuz der Fahnder geraten. Das berichtete ein Ermittler im Prozess in München.

Das für Terrorismus zuständige Kommissariat des Münchner Polizeipräsidiums hat seit Anfang 2012 im Fall des Deutschen mit afghanischen Wurzeln ermittelt, berichtete am Donnerstag ein Beamter im Prozess gegen den 27-Jährigen vor dem Münchner Oberlandesgericht. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann unter anderem gemeinschaftlichen Mord in Syrien als Mitglied einer Terror-Organisation vor.

Der Polizeibeamte nahm an der Vernehmung des jungen Mannes in einem Verfahren wegen häuslicher Gewalt teil. Dabei zeigte sich der Angeklagte nach Angaben des Zeugen unzufrieden mit der amerikanischen Besatzung in der afghanischen Heimat seiner Eltern und äußerte „gewaltbereite Ideen“. Damals habe er noch keinen Kontakte zur Islamisten-Szene gehabt, sie aber „offensichtlich“ gesucht.

Nach zwei Strafanzeigen setzte sich der Angeklagte im Frühjahr 2013 über die Türkei nach Syrien ab. Wegen einer Frau habe er sich ein Jahr später um die Rückkehr nach Deutschland bemüht. Der 27-Jährige wurde in Tschechien gefasst und an Deutschland ausgeliefert.

Die Verteidigung hat sich inzwischen um ein Gespräch mit dem Ziel einer Verständigung bemüht, wie der Vorsitzende Richter bekannt gab. Dies will der Senat vom Verlauf des Verfahrens abhängig machen, insbesondere von der Aussage des Angeklagten zu den Schuldvorwürfen bei Fortsetzung des Prozesses am Freitag.

dpa

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