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Israel hat an der Grenze zu Jordanien mit dem Bau eines neuen Sperrzauns begonnen. Er soll Extremisten, Schmuggler und Flüchtlinge abhalten. Foto: Abir Sultan/Archiv

Israel baut an Grenze zu Jordanien neuen Sicherheitszaun

Tel Aviv (dpa) - Israel hat an der Grenze zu Jordanien mit dem Bau eines neuen Sperrzauns begonnen. Dieser solle Extremisten, Schmuggler und Flüchtlinge abhalten, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zum Start der Arbeiten im Südosten des Landes.

Es müsse sichergestellt werden, dass Israel die Kontrolle über seine Grenzen behalte. Jordanien ist das einzige Land, zu dem Israels seine Landgrenze noch nicht aufwendig gesichert hat.

"Wir sehen, was heute in den Ländern passiert, die die Kontrolle über ihre Grenzen verloren haben", sagte Netanjahu, offenbar mit Blick auf den Flüchtlingsstrom in Europa. Israels Opposition bekräftigte nach Medienberichten vom Montag ihre Forderung, der jüdische Staat müsse ebenfalls Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen.

Der Zaun soll im Endstadium vom Roten Meer im Süden bis zu dem bereits bestehenden Sicherheitszaun auf den Golan-Höhen im Norden reichen. Netanjahu zufolge soll der erste Abschnitt 71 Millionen US-Dollar kosten und in über einem Jahr fertiggestellt sein. Die Anlage soll Timna schützen, einen neuen internationalen Flughafen, der nördlich der Stadt Eilat am Roten Meer gebaut wird.

Der Regierungschef betonte, der neue Zaun werde die Souveränität des jordanischen Staates, mit dem man eine friedliche Grenze habe, nicht verletzen. Als Vorbild solle die 2012 an der Grenze zu Ägypten gebaute Sperranlage dienen, die er als "Riesenerfolg" beschrieb.

Mitteilung des Büros Netanjahus

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