+
Ein bewaffneter israelischer Soldat marschiert in der Nähe der Stadt Halhul durchs Gelände.

Nach Raketenbeschuss

Israel greift Ziele im Gazastreifen an

Gaza-Stadt - Die israelische Luftwaffe hat Raketenabschussvorrichtungen im Norden des Gazastreifens und eine Waffen-Fabrik im Süden des Gebiets bombardiert. Es handelte sich um einen Vergeltungs-Akt.

Die israelische Luftwaffe hat als Reaktion auf Beschuss aus dem Gazastreifen Angriffe in dem Gebiet am Mittelmeer geflogen. Ein Kampfflugzeug habe am Dienstagabend unter anderem fünf versteckte Raketenabschussvorrichtungen im Norden des Gazastreifens und ein Gebäude, in dem Waffen hergestellt würden, im Süden des Gebiets bombardiert, teilte ein Sprecher der israelischen Armee mit. Zuvor waren demnach fünf Raketen aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert worden. Zwei seien abgefangen worden, zwei weitere seien noch im Gazastreifen explodiert und die letzte habe unbewohntes Gelände getroffen.

Vertretern der palästinensischen Sicherheitsbehörden zufolge wurde bei den israelischen Angriffen niemand verletzt. Ein Kind sei jedoch von einer der Raketen getötet worden, die im Gazastreifen explodiert sei, teilten Ärzte mit. Zwei weitere Kinder seien verletzt worden.

Die Lage in der Region ist derzeit äußerst angespannt. Grund ist das Verschwinden dreier israelischer Jugendlicher im Westjordanland. Die israelische Regierung macht die Hamas dafür verantwortlich. Seit dem Verschwinden der Jugendlichen hat Israels Armee Dutzende Palästinenser festgenommen. Die Suche im Westjordanland läuft auf Hochtouren.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Bei G20-Gipfel: Erdogan plant womöglich Auftritt in Deutschland
Im Streit um Auftritte türkischer Regierungsvertreter in Deutschland warf Präsident Erdogan Kanzlerin Merkel "Nazi-Methoden" vor. Nun kommt Erdogan zum G20-Gipfel nach …
Bei G20-Gipfel: Erdogan plant womöglich Auftritt in Deutschland
Gescheiterter Brüssel-Anschlag: Festgenommene wieder frei
Nach dem gescheiterten Terroranschlag am Brüsseler Zentralbahnhof haben die belgischen Behörden Häuser durchsucht und vier Menschen zeitweise festgenommen. Diese kamen …
Gescheiterter Brüssel-Anschlag: Festgenommene wieder frei
NSU-Ausschuss beklagt im Abschlussbericht Versäumnisse
Die Aufarbeitung des Versagens im Fall der rechten Terrorgruppe NSU dauert schon seit Jahren. Nun hat der zweite Untersuchungsausschuss im Bundestag seine Arbeit …
NSU-Ausschuss beklagt im Abschlussbericht Versäumnisse
Minister: Straftäter aus Nicht-EU-Ländern leichter identifizieren
Die Justizminister der Länder sind dafür, dass innerhalb der Europäischen Union (EU) die Fingerabdrücke von Straftätern aus Nicht-EU-Ländern verglichen werden können.
Minister: Straftäter aus Nicht-EU-Ländern leichter identifizieren

Kommentare