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Zur Bekämpfung der verheerenden Brände werden auch Flugzeuge eingesetzt. Foto: Abir Sultan

Brandursache weiter unklar

Israel kämpft weiter gegen Brandserie

Seit Tagen sind Einsatzkräfte in Israel und den Palästinensergebieten im Dauereinsatz gegen eine gefährliche Brandserie. Inzwischen ist auch das weltgröße Löschflugzeug an der Flammenbekämpfung beteiligt. Über die Brandursachen gibt es eine politische Kontroverse.

Tel Aviv (dpa) - Israelische Einsatzkräfte kämpfen mit internationaler Unterstützung weiter gegen landesweite Brände. Auch im Westjordanland wütet das Feuer.

Drei Menschen erlitten bei einem Großbrand in der Siedlerstadt Maale Adumim schwere Rauchverletzungen, wie israelische Medien berichteten. Insgesamt seien bei dem Brand in einem Wohnhaus zwölf Menschen verletzt worden.

Über die Ursachen der vielen Brände gibt es eine Kontroverse: Israels Polizei sieht in mehr als der Hälfte der Fälle gezielte, politisch motivierte Brandstiftung als Auslöser. Palästinenser wurden beschuldigt, einige Feuer gelegt zu haben. Mehrere Tatverdächtige wurden festgenommen. Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte am Freitag: "Terror und Brandstiftung haben ihren Preis, und wir werden ihn fordern." Palästinensische Vertreter haben die Anschuldigungen indes zurückgewiesen. Palästinensische Feuerwehrmänner helfen bei der Brandbekämpfung - auch in israelischen Siedlungen.

Mehr als tausend Einwohner der Siedlung Chalamisch hätten ihre Häuser auf der Flucht vor den Flammen verlassen müssen, teilte eine Polizeisprecherin mit. 45 Häuser und mehrere Autos seien beschädigt worden. Nach Angaben des israelischen Rundfunks wurden zwei Einwohner und zwei Feuerwehrmänner leicht verletzt. In der Palästinenserstadt Ramallah seien in der Nacht fünf Kinder aus einem brennenden Haus gerettet worden.

Ein heftiges Feuer in der Nähe von Jerusalem ist inzwischen weitgehend unter Kontrolle. Am Freitag durften Zehntausende von Einwohnern der Hafenstadt Haifa in ihre Häuser zurückkehren.

Die israelische Luftwaffe setze zehn fliegende Drohnen ein, um mutmaßliche Brandstifter und neue Brandherde zu identifizieren, berichtete "Haaretz". Auch das windige und trockene Wetter in der Region begünstigt die Brände.

Der palästinensische Zivilschutz hat zur Unterstützung vier Feuerwehrwagen nach Israel geschickt. Zahlreiche Länder unterstützen Israel im Kampf gegen die Flammen, darunter die Türkei, Italien, Kroatien, Griechenland, Zypern und Russland. Auch Ägypten, Jordanien und Aserbaidschan seien inzwischen beteiligt, berichtete die "Jerusalem Post".

Am Freitag landete das weltgrößte Löschflugzeug aus den USA vom Typ Boeing 747 in Israel. Es kann bis zu 80 Tonnen Löschmittel fassen und auch in den Nachtstunden fliegen. Das Löschflugzeug war auch im Dezember 2010 in Israel im Einsatz. Damals waren bei einem verheerenden Brand im Karmel-Gebirge 44 Menschen getötet worden.

Das Auswärtige Amt äußerte sich besorgt über "die vielen Feuer, die seit Tagen in Israel wüten". Eine Sprecherin sagte am Freitag: "Wir stehen bereit, Hilfe zu leisten, wo immer geboten und gewünscht. Die breite Hilfsbereitschaft, die viele internationale Partner Israel entgegenbringen, sendet ein wichtiges Signal."

Bericht der Zeitung Haaretz, kostenpflichtig

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