Terrorverdacht bei Messerattacke in Finnland - Zwei Tote und sechs Verletzte

Terrorverdacht bei Messerattacke in Finnland - Zwei Tote und sechs Verletzte
+
Aktuell zahlt Israel jährlich rund 38 Millionen Euro an die UN. Foto: Rainer Jensen

Reaktion auf Resolution 2334

Israel kürzt Zahlungen an UN aus Protest gegen Resolution

Tel Aviv (dpa) - Israel kürzt aus Protest gegen eine UN-Resolution, die den Siedlungsstopp in den besetzten Palästinensergebieten fordert, seine Zahlungen an die Vereinten Nationen.

"Der Staat Israel hat sich dazu entschieden, für 2017 einen signifikanten Teil unserer jährlichen Beiträge in der Höhe von rund sechs Millionen Dollar (5,7 Millionen Euro) auszusetzen", teilte ein Sprecher des Außenministeriums mit. Dies entspreche dem Betrag, den die UN aus ihrem Budget "anti-israelischen Organisationen" zuteile, wie dem Bereich für palästinensische Rechte (DPR).

Die Kürzung sei eine Reaktion auf die UN-Resolution 2334, twitterte der israelische Botschafter bei den UN, Danny Danon. Aktuell zahlt Israel jährlich rund 38 Millionen Euro an die UN, wie das israelische Fernsehen unter Berufung auf die israelische UN-Vertretung berichtet.

Der UN-Sicherheitsrat hatte am 23. Dezember eine Resolution verabschiedet, die Israel zu einem vollständigen Siedlungsstopp in den besetzten Palästinensergebieten einschließlich Ost-Jerusalems auffordert. Die USA als traditioneller Verbündeter Israels hatten sich bei dem Votum enthalten. Erst dadurch war die Verabschiedung der Resolution mit den Stimmen der anderen 14 Ratsmitglieder möglich geworden.

Israel hatte während des Sechstagekriegs 1967 unter anderem das Westjordanland und den arabischen Ostteil Jerusalems erobert. Die Palästinenser beanspruchen diese Gebiete als Teil eines künftigen eigenen Staates.

Mittlerweile wohnen knapp 600 000 Israelis in 125 Siedlungen im Westjordanland sowie in Ost-Jerusalem. Dazu kommen rund 100 wilde Siedlungen, für deren Legalisierung sich Netanjahus rechts-religiöse Regierung zuletzt stark machte.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Attacke in Turku: Terroristischer Hintergrund vermutet
Turku (dpa) - Die Polizei in Finnland vermutet bei der Messerattacke in Turku einen terroristischen Hintergrund. Bei dem Angriff in der Innenstadt am Freitag waren zwei …
Attacke in Turku: Terroristischer Hintergrund vermutet
Merkel und Schulz verbitten sich jede Einmischung Erdogans
Es ist eine Provokation: Der türkische Präsident nennt CDU, SPD und Grüne "Türkeifeinde". Die Deutsch-Türken ruft er auf, die Bundestagswahl zu einem Denkzettel zu …
Merkel und Schulz verbitten sich jede Einmischung Erdogans
Nächster Berater zieht die Reißleine: Trump verliert Kirchenführer
Immer mehr Menschen wenden sich von US-Präsident Donald Trump ab. Nun hat der erste Kirchenführer Trumps evangelikalen Beirat verlassen.
Nächster Berater zieht die Reißleine: Trump verliert Kirchenführer
Terroranschlag in Barcelona: Gabriel legt weiße Rosen nieder und besucht Deutsche im Krankenhaus
Der mutmaßliche Haupttäter von Barcelona ist laut einem spanischen Medienbericht tot. Der 17-jährige Moussa Oukabi soll der Fahrer des Lieferwagens sein, der in eine …
Terroranschlag in Barcelona: Gabriel legt weiße Rosen nieder und besucht Deutsche im Krankenhaus

Kommentare