+
Israelische Grenzsoldaten.

Israeli (15) an Grenze zu Syrien getötet

Jerusalem - Erstmals seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien vor mehr als drei Jahren ist an der Grenzlinie auf den Golanhöhen ein Israeli getötet worden. Es soll sich um einen 15 Jahre alten Jungen handeln.

Erstmals seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien vor mehr als drei Jahren ist an der Grenzlinie auf den Golanhöhen ein Israeli getötet worden. Es handele sich um einen 15-Jährigen, der mit zwei Erwachsenen in einem Fahrzeug an der Grenze unterwegs war, teilte Militärsprecher Peter Lerner mit. Die beiden Erwachsenen, Angestellte des israelischen Verteidigungsministeriums, seien verletzt worden. Es war zunächst unklar, warum der Jugendliche in dem gefährlichen Grenzgebiet mit in dem Auto saß. Israel hatte die Golanhöhen 1967 von Syrien erobert und später annektiert.

Der Armeesprecher sagte, es sei der „schwerwiegendste Vorfall seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien“ auf den Golanhöhen. „Dies war ein gezielter Angriff, kein versehentlicher Beschuss.“ Das Fahrzeug sei bei einer Explosion beschädigt worden. Es sei noch unklar, ob es sich um einen Angriff mit einem Sprengsatz, einer Rakete oder einer Mörsergranate handelte. In dem Grenzzaun sei ein Loch gefunden worden.

Israelische Panzer hätten als Reaktion auf syrische Positionen geschossen. Lerner konnte aber nicht sagen, ob syrische Regierungstruppen oder Rebellen für den Angriff verantwortlich waren. Es sei auch unklar, ob es sich bei den Insassen des Fahrzeugs um jüdische Israelis oder Mitglieder der drusischen Minderheit handelte, sagte Lerner. Sie seien unterwegs gewesen, um Wasser in einen Speicher an der Grenze zu bringen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Weltweit Millionen junge Arbeitslose
Genf (dpa) - Weltweit sind nach einer neuen UN-Analyse 70,9 Millionen junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren arbeitslos. Das entspricht einer Quote von 13,1 Prozent, …
Weltweit Millionen junge Arbeitslose
Kommentar: Ende mit Schrecken
Nach dem Erdbeben der Sonntagnacht steht Berlin unter Schock. Das System Merkel wankt.Ein Kommentar von Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis.
Kommentar: Ende mit Schrecken
CDU Niedersachsen stimmt Koalitionsvertrag mit SPD zu
Auch die CDU hat dem Vertrag zur Bildung der großen Koalition in Niedersachsen zugestimmt. Sie plant nach einer selbstkritischen Wahlkampfanalyse die Neuaufstellung. Nun …
CDU Niedersachsen stimmt Koalitionsvertrag mit SPD zu
Mehrheit ist für Neuwahlen, Umfrageschelte für FDP
Knapp die Hälfte der Bundesbürger befürwortet nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen Neuwahlen. Die FDP erntet für das Verlassen der Sondierungen Kritik.
Mehrheit ist für Neuwahlen, Umfrageschelte für FDP

Kommentare