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Die israelische Armee hat bestätigt, auf ein Ziel nahe einer UN-Schule im Gazastreifen geschossen zu haben.

Im Gazastreifen

Israelische Armee: Schüsse auf Ziel nahe UN-Schule

Rafah - Die israelische Armee hat bestätigt, auf ein Ziel nahe einer UN-Schule im Gazastreifen geschossen zu haben.

Im Visier seien drei "Terroristen" der radikalen Palästinensergruppe Islamischer Dschihad gewesen, die auf einem Motorrad nahe der Schule unterwegs gewesen seien, erklärte die Armee am Sonntag. Bei dem Beschuss in Rafah an der Grenze zu Ägypten waren zuvor laut palästinensischen Rettungskräften mindestens zehn Menschen getötet und rund 30 weitere verletzt worden.

Die Vereinten Nationen und auch die USA haben den neuerlichen Beschuss einer UN-Schule im Gazastreifen durch die israelische Armee kritisiert. Die USA seien erschüttert über den „schandhaften“ Vorfall, teilte die Sprecherin des Washingtoner Außenministeriums, Jen Psaki, am Sonntag mit. Der Standort der Einrichtung sei den israelischen Streitkräften mehrfach übermittelt worden. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte den Vorfall zuvor als „moralische Schandtat“ und „kriminellen Akt“ bezeichnet.

Psaki forderte eine Untersuchung des Beschusses, bei dem nach palästinensischen Angaben mindestens zehn Menschen ums Leben kamen. Sie betonte zugleich, UN-Einrichtungen dürften nicht als Abschussort von Raketen missbraucht werden. Psaki rief Israel und radikale Palästinenser auf, Zivilisten zu schonen.

Unterdessen ist unter großer Anteilnahme der Bevölkerung am Sonntag der israelische Soldat Hadar Goldin beigesetzt worden. Der 23-jährige Leutnant wurde am vergangenen Freitag zunächst als entführt gemeldet. In der Nacht zum Sonntag erklärte ihn das Militär für tot. Die genauen Umstände seines Todes sind unklar.

AFP/dpa

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