Acht Palästinenser getötet

Attentäter kamen durch Tunnel aus Gazastreifen

Tel Aviv/Gaza - Israels Armee hat nach eigenen Angaben kurz vor einer befristeten Waffenruhe einen größeren Anschlag an der Grenze zum Gazastreifen verhindert.

13 schwer bewaffnete Palästinenser seien durch einen Tunnel etwa 250 Meter weit nach Israel vorgedrungen, sagte Armeesprecher Peter Lerner am Donnerstag. Die israelische Luftwaffe habe angegriffen und damit eine mögliche Attacke auf den nahe gelegenen Kibbuz Sufa verhindert. Mindestens acht Palästinenser getötet, meldete das Erste Israelische Fernsehen am Donnerstag. Eine Armeesprecherin in Tel Aviv sagte, man habe dazu keine Informationen.

Israel greift kurz vor Feuerpause wieder Ziele im Gazastreifen an

Kurz vor Beginn einer fünfstündigen Feuerpause hat die israelische Luftwaffe erneut Ziele im Gazastreifen bombardiert. Bei einem Angriff in Deir al-Balah am frühen Donnerstagmorgen seien mindestens ein Palästinenser getötet und zwei weitere verletzt worden, teilten palästinensische Rettungskräfte mit. Nach Angaben einer Armeesprecherin wurden seit Mittwoch um Mitternacht insgesamt 37 Luftangriffe geflogen. Die Hamas schoss demnach sieben Raketen auf Israel ab. Vier seien auf Feldern eingeschlagen und drei von der israelischen Luftabwehr abgefangen worden.

Israel und die radikalislamische Hamas haben angekündigt, ihre Angriffe zwischen 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr Ortszeit (09.00 Uhr bis 14.00 Uhr MESZ) aus humanitären Gründen auszusetzen. Am Mittwoch waren nach palästinensischen Angaben mindestens 25 Palästinenser durch israelische Angriffe getötet worden, darunter acht Kinder. Mit den 25 neuen Opfern stieg die Zahl der getöteten Palästinenser seit Beginn der israelischen Offensive am Dienstag vergangener Woche auf 227.

dpa/AFP

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