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Olmert soll im Gefängnis keinen Kontakt zu anderen Kriminellen haben, weil er sensible Staatsgeheimnisse kennt.

Wegen Korruption

Israels Ex-Regierungschef Olmert geht ins Gefängnis

Tel Aviv - Israels ehemaliger Ministerpräsident Ehud Olmert geht nach eigenen Angaben "sehr schweren Herzens" ins Gefängnis. Allerdings zeigt er sich wenig einsichtig.

"Als ich Regierungschef war, trug ich die höchste Verantwortung für die Sicherheit der Bürger Israels, und heute bin ich es, der hinter Schloss und Riegel kommt", sagte Olmert in einer Videobotschaft vor Antritt einer 19-monatigen Haftstrafe wegen Korruption. "Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie schmerzlich und merkwürdig dieser Wandel für mich, meine Familie, meine Bekannten und Anhänger ist."

Olmert ist der erste Ex-Ministerpräsident Israels, der eine Haftstrafe antritt. Das Höchste Gericht sieht es als erwiesen an, dass er während seiner Zeit als Handelsminister von einem Geschäftsmann umgerechnet 14.000 Euro Bestechungsgeld angenommen hat. Außerdem gestand er, seine ehemalige Kanzleichefin von einer Aussage gegen ihn abgehalten zu haben.

Olmert wandte sich in der Botschaft an das israelische Volk und sprach mit ruhiger, gefasster Stimme. "Es ist mir wichtig zu wiederholen: Ich weise alle Bestechungsvorwürfe gegen mich klar zurück", sagte der 70-Jährige. Er habe Fehler gemacht, aber keine kriminellen Vergehen begangen. "Für einen Teil davon zahle ich heute einen hohen Preis, vielleicht zu hoch." Er hoffe, dass rückblickend ernsthafte Versuche zu einer Friedensregelung während seiner Amtszeit gewürdigt werden. Das Leben stelle ihn auf eine "harte Probe" und er trete die Haft "mit großer Traurigkeit" an.

dpa

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