+
US-Außenminister John Kerry wurde offenbar vom israelischen Geheimdienst abgehört.

US-Außenminister

Israels Geheimdienst hörte Kerry ab

Berlin - US-Außenminister John Kerry ist nach einem Medienbericht während der Friedensgespräche im Nahen Osten vom israelischen Geheimdienst abgehört worden.

Zudem habe mindestens ein weiterer Dienst mitgehört, berichtete das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ unter Berufung auf mehrere Quellen aus Geheimdienstkreisen. Um welchen Dienst es sich dabei handelt, geht aus dem Bericht nicht hervor. Die von Kerry vermittelten Gespräche zwischen Israel und den Palästinensern waren im April nach neun Monaten gescheitert.

Kerry habe für seinen Austausch mit hochrangigen Gesprächspartnern nicht nur verschlüsselte Leitungen benutzt, sondern auch normale Telefone, deren Signale unverschlüsselt über Satellit übertragen würden, hieß es in dem Bericht. Dabei sei mitgehört worden. Die Regierung in Jerusalem habe die daraus gewonnenen Informationen in den Verhandlungen über eine diplomatische Lösung des Nahost-Konflikts auch genutzt.

Laut „Spiegel“ wollten sich weder das US-Außenministerium noch israelische Behörden zu der Abhöraktion äußern.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentar zur Bundestagswahl: Gegen den Alarmismus
Im Zuge der alarmierenden Wahlergebnisse in den USA und Großbritannien fürchteten nicht wenige, dass die Frustwähler auch in Deutschland Erfolg haben werden - zu …
Kommentar zur Bundestagswahl: Gegen den Alarmismus
Identität von 800 Flüchtlingen noch immer ungeklärt
Bei rund 800 Flüchtlingen mit anerkanntem Schutzstatus in Deutschland ist nach einem Medienbericht die Identität noch immer nicht überprüft. Sie waren 2014 und 2015 aus …
Identität von 800 Flüchtlingen noch immer ungeklärt
Erststimme und Zweitstimme: So wählen Sie den Bundestag
Bundestagswahl 2017: Wieso gibt es eine Erststimme und eine Zweitstimme? Wen wähle ich damit überhaupt? Hier gibt es Antworten auf alle Fragen.
Erststimme und Zweitstimme: So wählen Sie den Bundestag
Schulz will „kämpfen bis zur letzten Minute“
Martin Schulz hat zum Abschluss seines Wahlkampfs noch einmal alles gegeben und mit gefühlsbetonten Ausrufen für einen Regierungswechsel unter seiner Führung geworben.
Schulz will „kämpfen bis zur letzten Minute“

Kommentare