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Die Polizei lieferte sich heftige Auseinandersetzungen mit den Demonstranten.

Wieder heftige Zusammenstöße

Istanbul: Demonstrant schwer verletzt

Istanbul - Erneut ist es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der türkischen Polizei gekommen. Angeblich hat die Polizei einem Mann in den Kopf geschossen.

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der türkischen Polizei in Istanbul ist ein Mann schwer verletzt worden. Laut Gouverneur Hüseyin Avni Mutlu wurde das 30-jährige Opfer am Donnerstag verletzt, nachdem die Polizisten mit Molotow-Cocktails beworfen worden waren. Von wem die Schüsse abgegeben wurden, sagte er nicht. Medienberichten zufolge sollen die Kugeln aus einer Polizeiwaffe stammen.

Die Online-Ausgabe der Zeitung "Hürriyet" meldete, der Verletzte sei in lebensbedrohlichem Zustand ins Krankenhaus gebracht worden und werde dort behandelt. Der Vorsitzende der kleinen Oppositionspartei ÖDP, Alper Tas, sagte dagegen nach einem Bericht des Internetportals T24, das Opfer sei am Kopf getroffen worden und gestorben. Dafür lag zunächst keine Bestätigung vor.

Übereinstimmenden Berichten zufolge hatte eine kleine Gruppe von Demonstranten im Stadtteil Okmeydani ihren Unmut über das Grubenunglück von Soma sowie den Tod eines jugendlichen Demonstranten bei den Gezi-Unruhen des vergangenen Jahres kundgetan. Laut der privaten Nachrichtenagentur Dogan feuerten die Polizisten Warnschüsse in die Luft.

Kopf in Blutlache

Ein Augenzeuge sagte dagegen AFP, es sei mit scharfer Munition in die Menschenmenge geschossen worden. Offenbar wurde dabei der Teilnehmer einer in der Nähe stattfindenden Trauerfeier von einer Kugel getroffen. Dogan veröffentlichte das Foto eines Mannes in Okmeydani, dessen Kopf in einer Blutlache liegt. Ein Twitter-User stellte ein Bild von der Szenerie online. Hier geht's zum Foto.

Laut dem Dogan-Bericht trieben die Sicherheitskräfte die Protestierenden mit Tränengas und Wasserwerfern auseinander. Die Demonstranten schleuderten demnach Brandbomben und Steine auf die Polizei und zündeten ein Einsatzfahrzeug an. Später zogen rund 400 aufgebrachte Demonstranten vor das Krankenhaus, in das der Verletzte gebracht worden war. Dort organisierten sie einen Sitzstreik und skandierten "Der Mörderstaat hat ein weiteres Leben genommen."

AFP

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