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Terror-Alarm im Vatikan vor Papst-Gebet: BMW durchbricht Absperrung - Polizei-Schuss und Taser-Einsatz

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Von: Richard Strobl

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In Rom hat ein BMW-Fahrer für Terror-Alarm im Vatikan gesorgt.
In Rom hat ein BMW-Fahrer für Terror-Alarm im Vatikan gesorgt. (Symbolbild) © Ettore Ferrari/dpa

Ein BMW-Fahrer hat im Vatikan für Terror-Alarm gesorgt. Er durchbrach eine Sicherheitsabsperrung und lieferte sich eine Verfolgungsjagd durch Rom.

Rom - Im Vatikan wurde am Sonntagmorgen kurzzeitig Terroralarm ausgelöst. Als ein Schuss fiel, schloss die Schweizer Garde zum Schutz des Papstes sogar ein Zugangstor.

Ausgelöst hatte dies ein 39-Jähriger BMW-Fahrer. Das Fahrzeug war nach Angaben des Corriere della Sera einer Polizeistreife aufgefallen. Als der Fahrer die Polizisten bemerkte, gab er offenbar Gas. An einem Checkpoint der Carabinieri in der Nähe des Vatikan stoppte er nicht, sondern fuhr mit voller Geschwindigkeit davon. Nach Angaben des Il Messagerio durchbrach der Fahrer dabei mehrere Sicherheitsabsperrungen des Militärs.

Terroralarm im Vatikan: Polizei zerschießt Reifen von Flucht-BMW

Eine Verfolgungsjagd zwischen dem BMW und Autos der Carabinieri durch Italiens Hauptstadt begann. Dabei rammte der Fahrer dem Bericht des Corriere della Sera nach auch ein Fahrzeug der Carabinieri, das dadurch gegen einen Panzerwagen geschleudert wurde. Zwei Polizisten wurden verletzt, sind jedoch nicht in Lebensgefahr.

Schließlich konnte die Polizei den Mann in der Via Gregorio VII stoppen. Während der Verfolgungsjagd feuerte ein Polizist demnach auch einen Schuss in Richtung der Räder des Wagens ab. Nach Angaben des Corriere della Sera traf der Polizist den rechten hinteren Reifen des Fluchtwagens. Danach verbarrikadierte sich der Mann in seinem Fahrzeug. Die Polizei umzingelte das Auto und musste eine Scheibe aufbrechen, um den Mann aus dem Wagen zu holen. Dabei kam auch ein Taser zum Einsatz.

Verfolgungsjagd durch Rom: Schuss vor etlichen Touristen kurz vor Papst-Gebet

Dem Bericht nach wirkte der Mann verwirrt und stand möglicherweise unter Drogeneinfluss. Während der Flucht soll er seine Brieftasche und seine Armbanduhr aus dem Fenster geworfen haben. Er wurde zunächst auf eine Polizeiwache und anschließend zur Untersuchung in die Notaufnahme eines Krankenhauses gebracht.

Die Szenen inklusive des Schusses spielten sich den Berichten nach vor den Augen zahlreicher Touristen ab. Sie warteten auf den Beginn des Angelus-Gebets von Papst Franziskus. Nach aktuellem Ermittlungsstand hatte das Verhalten des Mannes aber keinen Zusammenhang mit dem Papst-Gebet. (rjs)

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