+
Am Mittwoch hat Italiens Senat den Weg für den Rücktritt von Ministerpräsident Matteo Renzi freigemacht.

Zustimmung zum Haushalt

Italiens Senat gibt grünes Licht für Renzis Rücktritt 

Rom - Italiens Senat hat dem Haushaltsplan für das kommende Jahr zugestimmt und damit den Weg für einen Rücktritt von Regierungschef Matteo Renzi freigemacht.

Die Parlamentskammer nahm das Budget am Mittwoch per Vertrauensvotum mit 173 zu 108 Stimmen an. Das Abgeordnetenhaus hatte dem Budget für 2017 bereits in der vergangenen Woche zugestimmt.

Renzi hatte nach dem gescheiterten Verfassungsreferendum vom Sonntag seinen Rücktritt angekündigt. Dies war erwartet worden für den Fall, dass die Italiener die Verfassungsreform ablehnen, die unter anderem eine drastische Einschränkung der Befugnisse des Senats vorsah. Renzi war aber gebeten worden, bis zur Verabschiedung des Haushalts im Amt zu bleiben.

Renzis Rücktritt könnte nun unmittelbar bevorstehen. Für Mittwochnachmittag hat der Ministerpräsident die Spitze seiner Demokratischen Partei einberufen, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Renzi kündigt Rücktrittserklärung für Abends an

Italiens Regierungschef Matteo Renzi will am Mittwochabend offiziell zurücktreten. Er werde um 19 Uhr bei Präsident Sergio Mattarella vorstellig werden und diesem sein Rücktrittsschreiben übergeben, kündigte Renzi im Kurznachrichtendienst Twitter an. Zuvor hatte der Senat in Rom dem Haushaltsplan für das kommende Jahr zugestimmt und damit den Weg für einen Rücktritt Renzis freigemacht.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Guttenberg wünscht sich das Ende der Großen Koalition
Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat sich gegen eine erneute Große Koalition ausgesprochen. Am liebsten würde er mit der FDP koalieren, …
Guttenberg wünscht sich das Ende der Großen Koalition
Ruhani weist Trumps Kritik am Atomabkommen scharf zurück
Das Atomabkommen mit dem Iran dominiert den zweiten Tag der Generaldebatte der UN-Vollversammlung. Der Pakt gilt als historisch. Der Iran warnt die USA. Auch Deutschland …
Ruhani weist Trumps Kritik am Atomabkommen scharf zurück
Le Pen demontiert ihren Stellvertreter
Im Führungsstreit bei Frankreichs rechtspopulistischer Front National (FN) greift Parteichefin Marine Le Pen gegen ihren Stellvertreter Florian Philippot durch.
Le Pen demontiert ihren Stellvertreter
Umstrittenes Interview mit Putin-Sender: Gabriel erneuert AfD-Nazi-Vergleich
Wenige Tage vor der Wahl hat Sigmar Gabriel  ein Interview mit einem sehr umstrittenen Medium geführt. Bereits vor der Ausstrahlung hatte sich der Außenminister dazu …
Umstrittenes Interview mit Putin-Sender: Gabriel erneuert AfD-Nazi-Vergleich

Kommentare