Ivanka Trump
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Ivanka Trump zieht es nach Florida. Startet die Präsidententochter in der Politik durch?

Präsidiales Schreiben

Ivanka Trump: Ein Satz in ihrem Abschieds-Post lässt aufhorchen - ehrlich gemeint oder politisches Kalkül?

  • vonJosef Forster
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Ivanka Trump, Tochter des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump, verabschiedet sich aus dem Weißen Haus. Der präsidiale Ton könnte ein Hinweis auf ihre Pläne sein.

  • Donald Trumps Amtszeit endet am 20. Januar um 12 Uhr Ortszeit in Washington, D.C.
  • Ivanka Trump und ihr Ehemann Jared Kushner gelten als einflussreiche Berater des Präsidenten.
  • In einem Instagram-Posting verabschiedet sie sich von ihren Fans, die auf ein Comeback hoffen.

Washington D.C. - „Ich bin so stolz auf das, was wir erreicht haben und freue mich auf die Zukunft.“ Es ist dieser Satz im Schreiben an ihre Instagram-Anhängerschaft, der Hoffnungen bei Trump-Fans weckt. In einem Brief an ihre Fans verabschiedet sich Ivanka Trump aus dem Weißen Haus und lässt ihre Zeit als Regierungsberaterin Revue passieren. Es sei die „größte Ehre“ ihres Lebens, ihren Vater unterstützt zu haben. Sie beschreibt die letzten vier Jahre als „unglaubliche Reise“, in der sie ihre Landsleute „lieben gelernt hat“.

Versehen hat die Präsidententochter ihr pathetisches Schreiben mit drei USA-Flaggen, die den patriotischen Inhalt des Textes unterstreichen. Anscheinend trifft sie mit ihrem Beitrag den richtigen Ton: Ihre Fans reagierten mit über 315.000 „Gefällt-mir-Angaben“ und knapp 17.000 Kommentaren (Stand: 20. Januar, 11 Uhr).

Ivanka Trump hatte die Position einer Beraterin der Regierung inne

In den vergangenen vier Jahren erarbeitete sich die Tochter des US-Präsidenten zusammen mit ihrem Ehemann Jared Kushner eine wichtige Stellung im Weißen Haus. Als enge Berater des Präsidenten nahm das Ehepaar Einfluss auf die Entscheidungen des Präsidenten. Doch nicht nur ihr Vater Donald ließ sich von ihr überzeugen. Auch auf die mehr als sieben Millionen Follower auf Instagram wirkte die 39-Jährige ein.

In der Vergangenheit mischten sich unter Fotos und Beiträgen offizieller Anlässe vor allem Familienbilder aus dem Hause Trump. Gekonnt setzt sie ihr Familienleben auf der Social-Media-Plattform in Szene. Am Mittwoch teilte sie dann das Schreiben, das nicht wirklich zu ihren vorherigen Postings passt. Kein Foto, kein Video, dafür viel Text, der ihre Fans auf ein Comeback hoffen lässt.

Ivanka Trump werden politische Ambitionen nachgesagt

Versöhnlich, reflektiert, fast schon präsidial wirkt Ivanka Trumps Schreiben, in dem sie sich für die Unterstützung ihrer Anhänger bedankt. Die Präsidententochter verzichtet im Gegensatz zu ihrem Vater auf Attacken gegen die Nachfolgeregierung unter Joe Biden. Im Gegenteil, sie fordert: „Als Amerikaner müssen wir für ihren Erfolg beten“. Ehrlich gemeinte Worte oder doch politisches Kalkül?

Nach der vierjährigen Amtszeit Donald Trumps muss sich Ivanka neu positionieren. Vor allem in den letzten Monaten seiner Amtszeit, in der die gewaltsame Erstürmung des Kapitols den Tiefpunkt markierte, nahm der Name „Trump“ erheblichen Schaden, berichtet CNN. Kein Zufall, dass Donald Trump mit den niedrigsten Zustimmungswerten seit Amtsantritt das Weiße Haus Richtung Florida verlässt.

Donald Trumps Plan: Tochter Ivanka soll nach ihm als erste US-Präsidentin übernehmen

Im „Sunshine-State“ erholt sich Trump von seiner Wahlniederlage und stellt die Weichen für die Zukunft. Eine zentrale Rolle soll dabei seine Tochter Ivanka spielen. Wie die Washington Post berichtet, planen die erwachsenen Trump-Kinder nach Florida zu ziehen. Umgeben von den treuesten Anhängern der Trump-Familie soll die politische Zukunft Ivankas mit einer Kandidatur für den Senat in Florida starten. In dem Staat, den Trump bei der Wahl 2020 gewann, gibt es nach Berichten der Washington Post noch immer treu ergebene Republikaner, die Ivanka bei ihrer Kandidatur unterstützen könnten.

Die Rückendeckung ihrer Fans hat Ivanka Trump jedenfalls: „First woman President (...) Ivanka 2024“. Der Kommentator dieser Worte, die äußerst viele „Gefällt mir-Angaben“ hervorbrachten, gibt sich nicht mit einem Sitz im Senat zufrieden. Die nächste US-Präsidentschaftswahl findet 2024 statt. (AFP/jf)

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