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Ivanka Trump: Erst die eigene Modemarke, dann ins Weiße Haus - die Tochter von US-Präsident Donald Trump

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Von: Cindy Boden

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USA, Acworth: Ivanka Trump, Tochter und Beraterin von US-Präsident Trump, spricht auf einer Wahlkampfveranstaltung.
Ivanka Trump, Tochter und Beraterin von US-Präsident Trump, spricht auf einer Wahlkampfveranstaltung. © Brynn Anderson/AP/dpa

Ivanka Trump setzt sich gern in Szene. Früher als Model, heute hofft sie auf Fotos mit den Regierungschefs der Welt. Mittlerweile hat die frühere Unternehmerin Einfluss im Weißen Haus.

Washington, D.C. - Auf Twitter beschreibt sich Ivanka Trump in erster Linie als Familienmensch. „Ehefrau, Mutter, Schwester, Tochter“ steht in der ersten Zeile ihrer Profilbeschreibung. Die Tochter des 45. US-Präsidenten Donald Trump wurde am 30. Oktober 1981 in New York City geboren. Sie gilt als Lieblingstochter von Donald Trump und hat vier (Halb-)Geschwister.

Dass ihr Vater Ivanka Trump schon früh förderte, zeigt ihre Ausbildung an der elitären Mädchenschule Chapin School in Manhattan. Später studierte sie Wirtschaftswissenschaften an der Wharton School of Business, University of Pennsylvania.

Ivanka Trump heißt eigentlich Ivana Marie Trump und ist damit nach ihrer Mutter Ivana Trump bekannt, die 1977 bis 1990 mit Donald Trump verheiratet war und in der Tschechoslowakei geboren wurde. 2010 schrieb Ivanka Trump in einem Tweet, dass „Ivanka“ eine Verniedlichung von Ivana sei.

Ivanka Trump: Vom frühen Modelleben mit eigener Marke ins Weiße Haus

Wie ihre Mutter modelte Ivanka Trump, eine 1,80 Meter große Frau mit blonden Haaren, für einige Zeit. Mit 15 Jahren ins Business eingestiegen stand sie unter anderem für Tommy Hilfiger vor der Kamera und war auf dem Cover des Teenagermagazins Seventeen zu sehen. Später gründete sie ihre eigene Modemarke „Ivanka Trump“, unter der sie Kleidung, Schuhe und Damenhandtaschen verkaufte.

Doch mit der Wahl ihres Vaters Donald Trump zum US-Präsidenten 2016 veränderte sich ihr Leben. Die Unternehmerin stellte ihr eigenes Business zurück. Sie wolle sich auf ihre Arbeit in Washington konzentrierte, kündigte sie 2018 an. Sie trennte sich von ihren Produkten. Zuvor schon geriet die Lifestyle-Marke zwischen die Fronten: Trump-Anhänger riefen zum Kauf, Gegner hingegen zum Boykott auf.

Video:  Ivanka Trump preist deutsches Ausbildungssystem

Ivanka Trump war Erste Vizepräsidentin der Trump Organization und ist eine enge Vertraute des Präsidenten. Sie berät ihren Vater Donald Trump unter anderem zur „Schaffung von Arbeitsplätzen“ und für die „wirtschaftliche Stärkung“, wie es auf Twitter heißt. Als Vertretung oder Begleitung des US-Präsidenten stand sie auch schon mehrfach auf internationalen Bühne bei den mächtigen Staats- und Regierungschefs der Welt. Doch statt etwa beim G20-Gipfel in Osaka, Japan in die Gespräche einbezogen zu werden, zeigte eine Gruppe um die damalige Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, ihr eher die kalte Schulter.

Ivanka Trump: Auf der Bühne mit Staats- und Regierungschefs - auch mit Angela Merkel

2017, auf der internationalen W-20-Frauenkonferenz in Berlin, lernte sie auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kennen, die sie rund zwei Jahre später, auf der Münchner Sicherheitskonferenz, noch einmal traf. Frauenrechte, Bildungsinitiativen und ein Ende des Menschenhandels sind zentrale Themen, für die sich Ivanka Trump immer wieder stark macht.

Privat ist Ivanka Trump mit ihrem Mann Jared Kushner, einem millionenschweren Immobilienerben, verheiratet, der ebenfalls für den Präsidenten arbeitet und Donald Trump berät. Für ihren Beruf zogen die beiden mit ihren drei Kindern Arabella, Joseph und Theodore nach Washington. Vor der Hochzeit 2009 konvertierte Ivanka Trump zum Judentum.

Ivanka Trump ist Autorin von zwei Büchern. 2014 nahm sie das Fortune-Magazin in die „40 unter 40“-Liste auf und wurde ein Jahr später vom World Economic Forum als „Young Global Leader“ ausgezeichnet. Auch auf den Listen der 100 mächtigsten Frauen von Forbes und der Time stand Ivanka Trump im Jahr 2017.

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