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Bundeswehrsoldaten üben bei einem Besuch der Bundesverteidigungsministerin bei der Panzergrenadierbrigade 41 "Vorpommern" in Torgelow (Mecklenburg-Vorpommern) bei einer Vorführung den Häuserkampf.

„Ohne Moos nix los“

Bundeswehrverband: Unzufriedenheit und zu wenig Geld

Berlin - Die Aufgaben der Bundeswehr wachsen in der ganzen Welt. Deutschland will gestalten und eine aktivere Rolle spielen. Aber ist die Truppe den neuen Aufgaben gewachsen?

Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, André Wüstner, hat ein Missverhältnis zwischen Aufgaben und Ausstattung der Streitkräfte beklagt. In der Bundeswehr gebe es nach wie vor einen extremen Sanierungsstau und Modernisierungsbedarf, kritisierte Wüstner am Dienstag im ARD-Morgenmagazin. Zugleich würden die Anforderungen stetig wachsen. Das passe nicht zusammen. Die Stärkung der Truppe müsse dringend beschleunigt werden. „Ich glaube, das wird heute auch der Kern sein der Botschaft des Wehrbeauftragten.“

Der Wehrbeauftragte der Bundestages, Hans-Peter Bartels (SPD), stellt an diesem Dienstag seinen Jahresbericht vor. Er gilt als „Anwalt der Soldaten“, jährlich erreichen ihn Tausende Anliegen und Beschwerden von Soldaten. Die Bundeswehr sieht sich seit Jahren auch international immer stärker gefordert. Deutschland beteiligt sich derzeit mit 3300 Soldaten an internationalen Einsätzen - von der Abschreckung Russlands im Rahmen der Nato im Baltikum bis zur UN-Friedenssicherung in Mali.

Wüstner forderte zugleich eine Erhöhung des Verteidigungshaushaltes. „Ohne Moos, nix los“, betonte er. Dabei gehe es nicht nur um die notwendige Modernisierung der Truppe, sondern auch um die Lastenteilung in der Nato - „mit dem entsprechenden Signal in Richtung Amerika“. Hinter dem Nato-Ziel, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben, bleibe Deutschland weiterhin zurück. Hier sei ein Umdenkprozess in der gesamten Politik nötig.

US-Präsident Donald Trump hat die Daseinsberechtigung der Nato infrage gestellt. Kritik übt er vor allem die Lastenteilung innerhalb der Verteidigungsallianz.

dpa

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