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Anton Hofreiter von den Grünen (M.) attackiert Alexander Dobrindt scharf. 

Jamaika-Sondierung

Hofreiter geht auf Dobrindt los: „Zerstörerische Querschüsse“

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat Alexander Dobrindt scharf attackiert. Das Veralten des CSU-Landesgruppenchef sei „abwegig“.

Berlin - „Kompromissbereitschaft ist das Gebot dieser Woche“, sagte Hofreiter der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Dobrindts Verhalten sei „abwegig“. Der CSU-Politiker hatte kurz zuvor im ARD-„Morgenmagazin“ ein Entgegenkommen beim Streitthema Familiennachzug für Flüchtlinge ausgeschlossen und das Konzept der Grünen zum Kohleausstieg als „abwegig“ bezeichnet.

Hofreiter fordert Kompromissbereitschaft

„Statt nach konstruktiven Lösungen zu suchen, belastet er die letzte Woche der Sondierungen weiter mit zerstörerischen Querschüssen“, sagte Hofreiter. „So geht das nicht.“ Dobrindt solle stattdessen auf die Wähler in Bayern hören, die in Umfragen auch von der CSU Kompromissbereitschaft forderten. Einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Mediengruppe RTL zufolge erwarten unter den CSU-Anhängern 71 Prozent von ihrer Partei, dass sie zu Zugeständnissen bereit ist.

CSU-Vize Schmidt: Noch „heftige Brocken“ bei Sondierungen

CSU-Vize Christian Schmidt sieht unterdessen noch hohe Hürden bei den Sondierungen über eine mögliche Jamaika-Koalition. „Wir müssen schon in den entscheidenden Punkten alle miteinander dann auch unsere Positionen wiederfinden. Das wird höchst, höchst schwierig“, sagte der Agrarminister am Montag in Berlin am Rande der Beratungen. Es gebe noch „heftige Brocken“. Mit Blick auf die Landwirtschaftspolitik sprach Schmidt von „großen Diskrepanzen“. Für die CSU entscheidend seien die Themen Migration, Steuern und Soziales.

Auf die Frage, ob es am Donnerstag eine Einigung zwischen CDU, CSU, Grünen und FDP geben werde, sagte Schmidt: „Was glauben Sie, wie das Wetter am Donnerstag sein wird? Ich kann es Ihnen schwer voraussagen.“ Die vier Parteien wollen am Donnerstag ihre Sondierungen abschließen. Danach wollen die Jamaika-Parteien über die Aufnahme förmlicher Koalitionsverhandlungen entscheiden.

dpa

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