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Trotz des Angebots der Berliner Charité darf Julia Timoschenko aufgrund geltender Gesetze nicht in Deutschland behandelt werden

Janukowitsch nennt Gründe

Darum wird Timoschenko nicht im Ausland behandelt

Kiew - Viktor Janukowitsch, Präsident der Ukraine, lehnt die Behandlung der inhaftierten Oppositionsführerin Julia Timoschenko weiter ab. Er nennt Gründe dafür.

Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch hat eine Therapie der in Haft erkrankten Oppositionsführerin Julia Timoschenko im Ausland mit Verweis auf geltende Gesetze abgelehnt. Deutschland bietet an, die Ex-Regierungschefin zu behandeln. Die 52-Jährige lässt sich in einem Krankenhaus der ostukrainischen Stadt Charkow auch wegen der Folgen eines Bandscheibenleidens von Ärzten der Berliner Charité betreuen.

Nur wenn die Gesetze der Ex-Sowjetrepublik geändert würden, sei in einzelnen Fällen eine Behandlung kranker Häftlinge im Ausland möglich, sagte Janukowitsch in einem am Freitag vom Präsidialamt veröffentlichten Fernsehinterview. Er versicherte zudem, dass die Ukraine die Bedingungen der Europäischen Union für den Abschluss des unterschriftsreifen Assoziierungsabkommens erfüllen werde. Die europäische Ausrichtung seines Landes werde sich nicht ändern, sagte der 63-Jährige.

Ende November soll im litauischen Vilnius das Abkommen unterzeichnet werden, das eine Freihandelszone vorsieht. Die EU fordert die Freilassung Timoschenkos, die wegen Amtsmissbrauchs eine umstrittene siebenjährige Haftstrafe absitzt. Russland droht der Ukraine aber für den Fall eines Abkommens mit der EU mit Strafmaßnahmen und bietet dem Nachbarland eine Zollunion an.

Lange Haftstrafe: Julia Timoschenko im Porträt

Lange Haftstrafe: Julia Timoschenko im Porträt

dpa

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