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Der damalige ukrainische Staatspräsident Viktor Janukowitsch (re.) traf Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD, 2.v.l) am 21.02.2014 im Präsidentenpalast in Kiew. Links steht Oppositionsführer Vitali Klitschko. Janukowitsch und Oppositionsführer hatten in Kiew eine vorläufige Vereinbarung zur Lösung der innenpolitischen Krise unterzeichnet. 

Kritik an Steinmeier und Co.

Janukowitsch: Wurde in eine Falle gelockt

Moskau - Der entmachtete ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch hat unter anderem Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier vorgeworfen, er habe ihn in eine Falle gelockt.

Der am 21. Februar mit Steinmeier und dessen Kollegen aus Frankreich und Polen ausgehandelte Plan für eine Lösung der ukrainischen Krise sei nicht eingehalten worden. Das sagte Janukowitsch in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit dem russischen Fernsehsender NTV.

„Ich hätte nie gedacht und nie vorhergesehen, dass dies eine Falle für die Führung und den Präsidenten der Ukraine  sein würde, wie sich schon bald herausstellte“, sagte Janukowitsch. „Aber schon in der kommenden Nacht bin ich von Banditen angegriffen worden.“

Janukowitsch nennt Krim-Abspaltung eine Katsastrophe  

Der nach Russland geflohene Politiker nannte die Abspaltung der Krim eine „Tragödie“. Er hätte den Anschluss an Russland nie zugelassen, beteuerte der 63-Jährige. Verantwortlich für den Verlust der Halbinsel sei vor allem die prowestliche Führung in Kiew.

In der Abmachung vom 21. Februar hatte Janukowitsch etwa vorgezogene Präsidentenwahlen und eine Verfassungsänderung zugesagt. Radikale Regierungsgegner verweigerten aber ihre Zustimmung und dehnten ihre Besetzung des Stadtzentrums von Kiew in der Nacht auf 22. Februar aus.

dpa

Die wichtigsten Akteure der Krim-Krise

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