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Japanische Abgeordnete besuchen den umstrittenen Yasukuni-Schrein, in dem japanischen Kriegsopfern - darunter 14 Kriegsverbrecher aus dem Zweiten Weltkrieg - gedacht wird.

Abgeordnete besuchen umstrittenen Yasukuni-Schrein

Tokio - Mehr als 140 japanische Abgeordnete und Innenminister Yoshitaka Shindo haben am Dienstag den umstrittenen Yasukuni-Schrein besucht.

In dem umstrittenen Schrein werden auch 14 hingerichtete Kriegsverbrecher aus dem Zweiten Weltkrieg geehrt. Einen Tag zuvor hatte Japans rechtskonservativer Ministerpräsident Shinzo Abe mit einer Opfergabe für den Schrein in Tokio Empörung in den Nachbarländern China und Südkorea ausgelöst.

Chinesische Staatsmedien sprachen am Dienstag von einer „Provokation“.Der Sprecher des Außenministeriums, Qin Gang, sagte, Japan schade sich mit dem Schrein und den Pilgergängen zunehmend selbst.

Die Ehrungen belasten die Asienreise von US-Präsident Barack Obama, der an diesem Mittwoch nach Japan fliegt und anschließend auch Südkorea besuchen will. Der Berater des japanischen Premiers, Seiichi Eto, sagte nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag, der Besuch des Schreins habe nichts mit Obamas Japanreise zu tun.

Abe bot dem Schrein am Montag in Tokio ein religiöses Ornament mit seinem Namen und seiner Amtsbezeichnung dar. Am Dienstag beteiligten sich sowohl Abgeordnete der Regierungspartei LDP als auch Oppositionspolitiker an dem Gang zum umstrittenen Schrein und an Gebeten dort. Solche Pilgergänge werden in China, Südkorea und Taiwan als Glorifizierung der japanischen Aggression empfunden. Der Schrein gedenkt der rund 2,5 Millionen, die in Kriegen für das Kaiserreich gestorben sind - darunter Kriegsverbrecher.

Erst im Dezember hatte Abe den Schrein besucht. Daraufhin hatten sich die USA enttäuscht gezeigt, dass Japan einen Schritt unternehme, der Spannungen mit den Nachbarländern verschärfen könnte. Dessen ungeachtet hatten Abes Staatsminister Keiji Furuya und Innenminister Shindo im April dort Opfergaben dargebracht.

dpa

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