Stromausfall in München: U-Bahn, Radio, 1860 und Tierpark betroffen

Stromausfall in München: U-Bahn, Radio, 1860 und Tierpark betroffen
+
Der Atombetreiber Kansai Electric hat begonnen, zunächst Reaktor 3 des Atomkraftwerks Oi wieder in Betrieb zu nehmen.

Japan fährt Atomreaktor hoch

Tokio - Nach dem Unglück von Fukushima war der Widerstand groß. Doch jetzt wird in Japan wieder ein Atomreaktor aktiviert und soll bald ans Netz gehen.

Erstmals seit der Katastrophe in Fukushima vor gut 15 Monaten hat Japan wieder einen Atomreaktor hochgefahren. Gegen heftige Proteste in der Bevölkerung begann der Atombetreiber Kansai Electric am Sonntagabend (Ortszeit) damit, zunächst Reaktor 3 des Atomkraftwerks Oi wieder in Betrieb zu nehmen.

Mehrere hundert Demonstranten hatten zuvor die Zufahrt zu dem Atomkraftwerk im Westen Japans blockiert. Die Polizei löste die Blockade auf. Am Freitag hatten mehr als 150.000 Menschen in Tokio gegen die Entscheidung von Premierminister Toshihiko Noda zum Wiederanfahren des Meilers demonstriert.

Heftige Proteste: Japan fährt Atomreaktor hoch

Heftige Proteste: Japan fährt Atomreaktor hoch

Zuletzt waren alle 50 einsatzfähigen Reaktoren in Japan abgeschaltet. Stattdessen erzeugte das Land seinen Strom mit Thermalkraftwerken. Die umliegenden Gemeinden und Provinzregierungen lehnten aus Sorge um die Sicherheit der Meiler ein Wiederanfahren der Reaktoren zunächst ab. Doch angesichts der wiederholten Warnungen der Atomindustrie und der Zentralregierung vor Stromausfällen in der Industrieregion Osaka gaben sie ihren Widerstand auf.

Regierungschef Noda entschied daraufhin, die Reaktoren 3 und 4 im Kraftwerk Oi nach Sicherheitsüberprüfungen wieder anzufahren. Reaktor 3 ist der erste und soll am 8. Juli voll in Betrieb sein. Er versorgt die Region Osaka mit Strom.

Bis zum GAU in Fukushima infolge des Erdbebens und Tsunamis vom 11. März 2011 deckten die Atomkraftwerke in Japan rund 30 Prozent des Strombedarfs. Die Regierung sei in der Lage, eine nochmalige Katastrophe wie in Fukushima zu verhindern, versicherte Noda. Kritiker bezweifeln das jedoch.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ruppiger Brexit-Gipfel: Streit zwischen May und Juncker Fall für Lippenleser - Merkel bleibt hart
Brexit-Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien: Theresa May überstand das Misstrauensvotum, sorgte aber für Unmut auf dem EU-Gipfel - auch bei Merkel. Der …
Ruppiger Brexit-Gipfel: Streit zwischen May und Juncker Fall für Lippenleser - Merkel bleibt hart
Neue Details über mutmaßlichen Straßburg-Attentäter bekannt - Staatsanwalt bestätigt weiteres Todesopfer
In Straßburg tötete der mutmaßliche Terrorist Cherif Chekatt am Dienstagabend mehrere Menschen. Am Donnerstagabend wurde er von der Polizei „neutralisiert“. Der IS hat …
Neue Details über mutmaßlichen Straßburg-Attentäter bekannt - Staatsanwalt bestätigt weiteres Todesopfer
Ermittler fahnden nach möglichen Komplizen von Attentäter
Der mutmaßliche Straßburger Attentäter ist tot und in der Elsass-Metropole nahe der deutschen Grenze versucht man, zur Normalität zurückzukehren. Offene Fragen gibt es …
Ermittler fahnden nach möglichen Komplizen von Attentäter
EU-Gipfel beschließt Reformpaket zum Schutz vor Finanzkrisen
Die Finanzkrise vor gut zehn Jahren kostete Millionen Menschen den Job und brachte die Eurozone an den Rand des Zusammenbruchs. Damit so etwas nie wieder passiert, …
EU-Gipfel beschließt Reformpaket zum Schutz vor Finanzkrisen

Kommentare