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Japan hat mit der Stationierung seines Raketenabwehr-Systems PAC-3 begonnen.

Atomkrise

Japan reagiert mit Raketenabwehr auf Kims Guam-Drohung

Japan hat angesichts der nordkoreanischen Drohungen gegen die US-Pazifikinsel Guam Raketenabwehrsysteme stationiert.

Tokio - Die Boden-Luft-Raketen vom Typ Patriot wurden quer zur möglichen Flugbahn nordkoreanischer Geschosse in vier westjapanischen Präfekturen aufgestellt, wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag meldete. Die japanische Regierung sagte, man wolle sich auf die Möglichkeit vorbereiten, dass Pjönjangs Flugkörper über Japan versagen sollten. Ministerpräsident Shinzo Abe sagte Reportern, die Regierung werde alles tun, um Leben und Eigentum der Bevölkerung zu schützen.

Japan verfügt über zwei Raketenabwehrsysteme, das Patriot Advanced Capability (PAC-3) auf dem Land und das auf Aegis-Zerstörern installierte Standard Missile-3 (SM-3). Bisher waren in den Präfekturen Shimane, Hiroshima, Kochi und Ehime keine Patriots stationiert. Nordkorea hatte am Mittwoch verkündet, sich darauf vorzubereiten, Raketen in Richtung Guam abzuschießen, wo die USA einen wichtigen Stützpunkt unterhalten. Die USA drohten daraufhin ebenfalls mit einem Militärschlag.

dpa

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