+
Akira Amari gab zu, Bargeld von einem Bauunternehmen erhalten zu haben. Foto: Franck Robichon

Japanischer Wirtschaftsminister stolpert über Skandal

Tokio (dpa) - Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe verliert wegen eines Bestechungsskandals einen seiner wichtigsten Gefolgsleute im Kabinett.

Sein Minister für Wirtschafts- und Fiskalpolitik, Akira Amari, bot am Donnerstag seinen Rücktritt an. Er gab vor der Presse zu, Bargeld von einem Bauunternehmen erhalten zu haben. Einer seiner Sekretäre habe das Geld nicht ordnungsgemäß verbucht.

Amari ist eine der Schlüsselfiguren hinter der "Abenomics" genannten Wirtschaftspolitik von Abe. Zudem leitete er die Verhandlungen über ein transpazifisches Freihandelsabkommen TPP unter Führung der USA, auf das sich kürzlich zwölf Pazifikanrainerstaaten geeinigt hatten.

Aufgedeckt hatte den Skandal ein japanisches Nachrichtenmagazin. Regierungschef Abe hatte sich am Vortag noch hinter seinen Minister gestellt. Der Skandal könnte einen empfindlichen Dämpfer für Abe bedeuten. Im Sommer stehen Wahlen zum Oberhaus des Parlaments an.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Fall Sami A.: Neue Details zur Abschiebung lassen aufhorchen
Der Asylpolitik ist weiter das beherrschende Thema in Deutschland. Kein Tag vergeht ohne neue Kontroversen innerhalb und zwischen den Parteien. Der News-Ticker.
Fall Sami A.: Neue Details zur Abschiebung lassen aufhorchen
Trump droht Iran mit schlimmsten Konsequenzen - und greift zu speziellem Twitter-Mittel
US-Präsident Donald Trump hat den Iran mit drastischen Worten gewarnt: Dem Präsidenten des Irans riet der US-Präsident bei Twitter: „Passen Sie auf“. Der News-Ticker.
Trump droht Iran mit schlimmsten Konsequenzen - und greift zu speziellem Twitter-Mittel
Vorbild NRW: FDP will in Bayern eigenes Asyl-Ministerium
Hat die bayerische FDP nur ein Thema, um das sie sich kümmert? Martin Hagen äußert sich über Vorwürfe von der CSU und Ambitionen seiner politischen Heimat - speziell in …
Vorbild NRW: FDP will in Bayern eigenes Asyl-Ministerium
Brexit: Britischer Amazon-Chef warnt schon vor „Bürger-Unruhen“
Die britische Regierung schlingert dem Brexit entgegen. Für den Fall eines harten Ausstiegs aus der EU warnt der regionale Amazon-Chef schon jetzt vor „Unruhen“ im Land.
Brexit: Britischer Amazon-Chef warnt schon vor „Bürger-Unruhen“

Kommentare